Zu Gast beim Bezirksligisten musste die Westfalia einen echten Schreckmoment verkraften: Nachdem Robin Klaas den Ball unglücklich vor das Kinn bekam, ging der Mittelfeldspieler bewusstlos zu Boden. Dabei verschluckte der 24-Jährige seine Zunge. "Mittlerweile geht es dem Jungen aber wieder gut", erklärte Trainer Christian Knappmann am Freitag.
Trotz des dramatischen Ereignisses mussten die Herne ihre Gedanken auch auf das Spiel lenken. Es war dementsprechend ein schwieriger Pokalabend: "Wir haben es uns schwerer gemacht, als uns eigentlich lieb war", bilanzierte Knappmann nach dem Finale, dass seine Mannschaft erst im Elfmeterschießen für sich entscheiden konnte.
Das Spielgeschehen selbst war für den 36-Jährigen nur einer der Gründe, weshalb es im Duell mit dem Bezirksligisten nicht so richtig rund lief: "Wir hatten in der ersten Halbzeit kaum Bindung zum Spiel. In der 60. Minute kam dann noch der Platzverweis hinzu", sagte "Knappi". Und auch der Aufstieg vom vergangenen Wochenende könnte eine Rolle gespielt haben: "Nach dem Aufstieg gab es bei den Jungs natürlich auch einen gewissen Spannungsabfall", erklärte er.
Obwohl es im Finalspiel also nicht ganz so lief wie geplant, konnte die Westfalia den Pokal am Ende doch mit nach Hause nehmen - und die schon an sich erfolgreiche Spielzeit mit dem Double krönen: "Es ist für uns die Belohnung der intensiven Arbeit und der großen Bereitschaft der Mannschaft, ihrer Favoritenrolle ohne Überheblichkeit gerecht zu werden", lobte der Ex-Profi sein Team.
Ein weiteres Lob erhielten die Herner derweil von Frank Dudda. Der Herner Bürgermeister empfing die Knappmann-Elf am Freitag im Rathaus: "Wir waren mit einer kleinen Delegation beim Bürgermeister eingeladen, er wollte uns gratulieren", verriet der Westfalia-Trainer.