Die „Kleeblätter“ haben sich einen Namen im Junioren-Bereich gemacht und spielten noch im vergangenen Jahr mit der U19 und U17 in der jeweils höchsten Spielklasse – der Junioren-Bundesliga.
Während die A-Jugend von Gerd Gotsche um den Klassenerhalt kämpft, versucht Michael Pomp mit den B-Junioren den Wiederaufstieg in die Bundesliga zu realisieren. Zur Halbzeit der Niederrheinliga-Saison sieht es für das Pomp-Team (34 Punkte), das aktuell von oben grüßt und gegen den ETB Schwarz-Weiß Essen (32) sowie Bayer Uerdingen (31) um das heißbegehrte Aufstiegsticket kämpft, gut aus.
Dass die U17 Spitzenreiter ist, ist ein großer Verdienst der Offensivabteilung. In 13 Spielen erzielte RWO satte 52 Treffer – vier Tore pro Spiel! Da kommt es wohl nicht von ungefähr, dass die Verantwortlichen ihre Talente regelrecht „verstecken“. Denn auffällig ist, dass die Oberhausener auf dem Portal „fussball.de“ bis auf die ersten beiden Saisonspiele gegen DJK Vierlinden und ESC Rellinghausen fortan keinerlei Informationen zu ihrer Aufstellung und den Torschützen veröffentlichten. Bei 59(!) aufgelisteten Torjägern wird kein einziger RWO-Spieler geführt. Daud Gergery (VfR Krefeld-Fischeln) führt mit elf Treffern die Torschützenliste an – offiziell.
Ömer Tugrul Bulut: 13 Spiele, 22 Tore!
Nach RS-Recherchen müsste Oberhausens Tormaschine Ömer Tugrul Bulut mit 22 erzielten Buden diese Kategorie nominell anführen. Jan Frederik Homberg würde nach Informationen dieser Zeitung mit zwölf Treffern sogar noch vor Fischelns Gergery auftauchen. Die große Frage bleibt, warum RWO bei den Formationen der U17-Mannschaft lediglich ihre Spieler mit „k.A.“ bezeichnet. Das Rätsel „keine Angabe“ dürfte wohl nicht schwer zu durchschauen sein. Weder über „fussball.de“ noch „transfermarkt.de“ (nur zwei Spieler werden aufgelistet: Chris Mario Kapitan und Eren Canpolat) erhält man Informationen über den Kader der Oberhausener U17.
RWO versucht scheinbar seine Talente um Bulut, der erst im Sommer von den Sportfreunden Hamborn zum „Malocher-Klub“ wechselte, und Co. zu verstecken. Jedoch dürfte diese „Taktik“ nicht Erfolgs versprechend sein. Denn der FC Schalke 04, Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen und Co. scouten ihre Stars von morgen vor Ort und wenn den Spähern jemand ins Auge fällt, dann wird dieses Talent zumeist auch einen Bundesligaverein RWO vorziehen. Wie im Fall Max Mayer, der Oberhausen bereits im frühen Alter und vor der U17-Mannschaft in Richtung Schalke verließ.
Bleibt abzuwarten, wie lange RWO beispielsweise seine Tormaschine Bulut noch vor der Konkurrenz verstecken kann...