Regionalliga-Aufsteiger KFC Uerdingen gibt sich am Samstag um 15 Uhr die Ehre. Für Velberts Trainer Imre Renji zählen die ambitionierten Rheinländer zu den Aufstiegsfavoriten der vierten Liga. Von seiner Elf erwartet der 40-Jährige wie schon gegen die Fortuna Einsatz am Limit.
Seine „Drohung“ nach dem Düsseldorf Spiel hat Imre Renji unter der Woche wahr gemacht. Auf dem Trainingsplan standen wie angekündigt weiterhin viele Kraftausdauer-Übungen. „So ist nun mal die Vorbereitung, da werden die Grundlagen gelegt“, betont Velberts Coach. Vor dem Duell gegen den KFC macht sich Renji daher keine Gedanken über schwere Beine. „Wichtig ist, dass wir am ersten Spieltag fit sind. Uerdingen ist ein hervorragender Gegner, aber wir haben uns nicht speziell auf das Spiel vorbereitet.“
Uerdingen mit Luxus-Kader
Hervorragend trifft auf die Uerdinger auf vielen Ebenen zu. Nach dem souveränen Aufstieg in die Regionalliga öffnete Präsident Mikhail Ponomarev das Portemonnaie und ermöglichte dem Traditionsverein eine exklusive Einkaufstour. Erst am Donnerstag verkündete der Verein die Verpflichtung von 20-Tore-Stürmer Lucas Musculus, der vom Bonner SC kommt. Musculus ist der 14. Neuzugang im Team des neuen Trainers Michael Wiesinger (u.a. Erstliga-Erfahrung mit Nürnberg). Mäzen Mikhail Ponomarev hat das Ziel klar formuliert: Bis 2019 soll der Drittliga-Aufstieg gelingen. Bereits jetzt sehen viele Regionalliga-Trainer den Aufsteiger als einen der Favoriten auf Platz eins. „Uerdingen hat namhafte Zugänge präsentiert. Sie werden mit Sicherheit oben mitspielen“, ist auch Imre Renji von den Qualitäten des heutigen Gegners überzeugt.
Köpfe nicht hängen lassen
Von seiner Elf erwartet der SSVg-Trainer daher eine kämpferische Leistung wie gegen Düsseldorf: „Wir müssen mit Herz und Leidenschaft spielen. Das gilt es gegen den KFC erneut abzurufen.“ Wichtig ist Renji zudem, dass seine Spieler auch nach möglichen Rückschlägen während der „vermutlich sehr intensiven“ 90 Minuten nicht einbrechen. „Auch nach einem Gegentor müssen wir die Köpfe weiterhin oben behalten.“ Personell kann die SSVg bis auf die Langzeitverletzten und Moses Lamidi auf alle Spieler zurückgreifen. Der quirlige Angreifer fehlt gegen Uerdingen laut Renji aus privaten Gründen.