Der VfL Bochum spielt schon im vierten Jahr in Folge in der Bundesliga. Und auch wenn der VfL seitdem immer im Abstiegskampf steckte, glich sich der Wert des Kaders sukzessive den Anforderungen der Bundesliga an. Denn in den vergangenen fünf Jahren steigerten die Bochumer den Wert ihres Kaders um mehr als ein Drittel.
In der Aufstiegssaison 2020/21 hatte der Kader des VfL Bochum einen Gesamtwert von 33,25 Millionen Euro (Quelle für alle Werte: Transfermarkt.de). Damals ein ordentlicher Wert für einen Zweitligisten, längst aber kein Topwert. Trotzdem gelang Bochum der Aufstieg ins Oberhaus. Wertvollste Spieler damals: Armel Bella-Kotchap (sieben Millionen Euro), Maxim Leitsch und Robert Zulj (beide 2,5 Millionen Euro).
In die erste Bundesliga-Saison nach dem Aufstieg ging der VfL Bochum als krasser Außenseiter und hatte mit 52,25 Millionen Euro nur einen Mini-Etat für Erstliga-Verhältnisse. Und doch gelang dem VfL der Klassenerhalt. Unter anderem dank starker Leistungen von Bella-Kotchap, der nach der Saison für zehn Millionen Euro marktwertgerecht nach England zum FC Southampton wechselte.
Obwohl mit Bella-Kotchap der wertvollste Spieler den Verein verlassen hatte, sank der Kaderwert des VfL Bochum zur Saison 22/23 nicht, sondern stieg sogar noch leicht auf 53,7 Millionen Euro an. Der Grund: Die Marktwerte der restlichen Spieler im Kader verbesserten sich, sodass auch der Verkauf des Tafelsilbers aufgefangen werden konnte. Der VfL rangierte mit diesem Wert erneut weit unten im Liga-Vergleich, hielt jedoch abermals die Klasse und verbesserte seinen Kader auch für die Saison 23/34 weiter.
VfL: Trotz teurerem Kader zitterte Bochum bis zum Schluss
Mit einem Marktwert von 58,2 Millionen Euro lag der VfL Bochum zumindest vor den Aufsteigern Heidenheim und Darmstadt. Die Topspieler rund um Patrick Osterhage (Marktwert: sieben Millionen Euro), Keven Schlotterbeck (sechs Millionen Euro) und Bernardo (5,5 Millionen Euro) sollten für eine ruhige Saison an der Castroper Straße sorgen.
Es kam bekanntermaßen anders. Mit einer wahnsinnigen Aufholjagd rettete sich der VfL Bochum in die Relegation und schaffte dort nach einer 3:0-Hinspielniederlage im Elfmeterschießen bei Fortuna Düsseldorf tatsächlich noch die Sensation. Erneut hielt der VfL Bochum die Klasse, erneut verließen mit Schlotterbeck, Osterhage und Kevin Stöger absolute Leistungsträger den Verein - und damit verlor der VfL auch jede Menge an Marktwert.
Deshalb startete Bochum diese Saison auch erstmals seit drei Jahren mit einem Kader in die Saison 2024/25, der geringfügig weniger Wert ist, als in den Vorjahren. Auf 54,85 Millionen Euro kommen alle VfL-Kicker zusammen. Und anfänglich lief es für den VfL auch überhaupt nicht. Neuzugänge wie Dani de Wit (Marktwert: vier Millionen Euro) taten sich schwer. Doch seit dem Trainerwechsel hin zu Dieter Hecking blüht der VfL wieder auf. Insbesondere Myron Boadu, der mit fünf Millionen Euro neben Bernardo auch den größten Marktwert im Kader des VfL Bochum besitzt, zeigt seither, dass sein Marktwert nicht nur eine bloße Zahl ist, sondern auch Tore bringt.
Rückblickend betrachtet hat der VfL Bochum in den vergangenen fünf Jahren also nicht nur den Aufstieg in die erste Liga und vier Jahre in der Bundesliga vorzuweisen, sondern erhöhte seinen Marktwert um mehr als 20 Millionen von 33,25 Millionen Euro auf 54,85 Millionen Euro in der Saison 2024/25. Bei einem Klassenerhalt ließe sich diese Entwicklung fortsetzen, bei Abstieg droht dagegen ein deutlicher Einbruch.