Nationalspieler Robin Gosens hat in seiner Autobiographie "Träumen lohnt sich - Mein etwas anderer Weg zum Fußballprofi" ausführlich Stellung genommen, warum sein Wechsel zu seinem Lieblingsklub FC Schalke 04 gescheitert ist. Nachdem der 26-Jährige von Heracles Almelo zu Atalanta Bergamo gewechselt ist, nahm seine Karriere richtig Fahrt auf.
Im Mai 2019 konnte sich der italienische Klub erstmals für die Champions League qualifizieren. Eine Riesensensation. Das wurde natürlich ordentlich gefeiert. Die Bild am Sonntag hat nun Teile seines Buches in Abzügen gedruckt. "Es wurde gefeiert, auf dem Platz, in der Kabine, im Bus, überall. Und es wurde so ausgiebig gefeiert, wie man das beim größten Erfolg der Vereinsgeschichte eben macht“ beschreibt Gosens in seinem neuen Buch die Situation.
Am selben Abend hatte der S04-Anhänger plötzlich eine Nachricht von Schalkes damaligem Kaderplaner Michael Reschke auf seinem Smartphone. „Als wir uns irgendwann auf den Heimweg begaben, waren die meisten im Bus, ich inklusive, ordentlich angetrunken. Die Musik ballerte aus den Boxen, die Party war noch immer in vollem Gange", beschreibt Gosens die Situation. "Deshalb war ich auch nicht auf die Nachricht eingestellt, die auf meinem Handy auftauchte. Die lautete: "Hi Robin, wäre das Thema S04 für dich interessant? David Wagner würde sich am Montag bei deinem Berater melden. Frohes Feiern heute Abend! Glückauf, Michael Reschke."
Gosens wollte unbedingt nach Schalke wechseln
Trotz der verlockenden Aussicht auf die Champions League wollte Gosens, der am Niederrhein aufgewachsen ist und seit seiner Kindheit für die Königsblauen schwärmt, zu den Knappen wechseln. "Was ich wollte, wusste ich genau“, schreibt Gosens in dem Buch. „Mit einem Wechsel nach Schalke hätte sich nicht nur mein Traum von der Bundesliga erfüllt, ich hätte auch für meinen Herzensverein spielen und vor allem wieder in Deutschland leben können", schrieb der Nationalspieler. Anschließend machte er Ferien „in der Hoffnung, bald Schalker zu sein.“
Noch am Flughafen wurde er von seinem Berater informiert, dass mit dem FC Schalke 04 Einigkeit über einen Wechsel erzielt wurde. Der Vertrag mit Schalke sei ausgehandelt und alle Details seien geklärt. Sein Berater habe auch finanziell das Beste für ihn rausgeholt. Gosens: „Ich war unfassbar glücklich. Die Konditionen waren perfekt.“ Dennoch habe sich der Wechsel zerschlagen, weil ihn Atalanta Bergamo nicht abgeben wollte.