Das jüngste 0:1 der SG Dynamo Dresden bei Hansa Rostock hat nicht nur sportliche Wellen geschlagen. Die Ausschreitungen auf den Rängen, bei denen sich beide Fanlager mit Pyrotechnik beschossen und zu dem sowohl Hansa als auch Dynamo Stellung bezogen haben, erhitzten die Gemüter.
Jetzt geht es sportlich weiter. Am Samstag, 1. März, 16:30 Uhr, empfängt das Team von Trainer Thomas Stamm den SC Verl. Die Ostwestfalen sind Achter und gemeinhin als unangenehmer Gegner bekannt.
"Sie machen es in Summe über 90 Minuten gut und versuchen immer wieder den Gegner zu Fehlern zu zwingen, auch wenn sie nicht immer die Punkte holen. Sie sind auf vielen Positionen mit der Art und Weise, wie sie auftreten wollen, sehr eingespielt und ziehen ihr Ding durch. Wir brauchen gerade, wenn sie uns zu Fehlern zwingen wollen, Sauberkeit in unserem Spiel, egal ob wir es kurz lösen oder das Pressing überspielen. Jeder, der die 3. Liga kennt, weiß um die Spielstärke von Verl", sagte Stamm.
Die sportlichen Lehren aus der Rostock-Pleite habe er gezogen: "„Wir müssen mutiger sein, was den Matchplan betrifft und wie wir uns positionieren. Das hat nichts mit dem Zustand des Platzes zu tun, sondern geht in erster Linie darum, wie wir den Ball fordern. In den ersten Minuten sind wir in Rostock gut reingekommen, haben uns dann aber dem Gegner angepasst. Im zweiten Durchgang war es besser, auch wenn es ein schlechtes Spiel von uns war. Mit der nötigen Effizienz wäre ein Punkt drinnen gewesen, denn der Gegner hat auch nicht sein bestes Spiel gemacht."
Für die Begegnung am Samstag werden Jonas Oehmichen und Paul Lehmann ausfallen. Vinko Šapina ist zurück auf dem Trainingsplatz und eine Option für Samstag.
Verl kommt zudem mit Rückenwind. Nur eine Niederlage aus den vergangenen zwölf Partien steht zu Buche und diese war denkbar knapp. Mit 0:1 ging das Spiel beim Spitzenreiter in Cottbus verloren. Ein Blick auf die Rückrundentabelle bestätigt die Qualitäten der Westfalen. Elf Punkte aus sechs Spielen in diesem Kalenderjahr stehen zu Buche, darunter drei Siege, zwei Unentschieden und eben eine Niederlage.