Und wenn es erneut drei weniger sein sollten, niemand würde über 15 Tore auch nur ansatzweise meckern. Obwohl das in der Realität sicher schwer umzusetzen sein wird. Aber wer „Terra“ kennt, der weiß, unmöglich ist bei ihm und seinem unbändigen Willen fast nichts. 14 Zweitligaeinsätze für die SG Wattenscheid stehen aus der Spielzeit 1998/99 in der Vita des Familienvaters. Noch fehlt das erste Erfolgserlebnis im Bundesliga-Unterhaus.
Dieser „Makel“ soll schnell behoben werden. RS erreichte den 31-Jährigen am Dienstag zwischen den zwei Einheiten auf dem Weg zum Essen. Wie man das kennt mit vollem Wagen, schließlich wird in der Truppe viel zusammen unternommen. Ein Platz war aber definitiv noch frei, denn unterwegs sammelte man den an der Schulter verletzten und somit in der Bewegungsfreiheit eingeschränkten Benny Reichert ein. Mike Terranova, muss der Kapitän noch aufgebaut werden nach seiner Bles Das war Mist, Benny ist ein wichtiger Mann für uns. Aber so etwas passiert, da müssen wir mit umgehen können.
Wie ist der aktuelle Stand in der Truppe? Bisher lief alles klasse ab. Es war eine sehr harte Zeit im Trainingslager, da war richtig Tempo drin. So macht das Spaß. Jeder kämpft verbissen um seinen Platz. Aber wir müssen so viel machen, denn in der Zweiten Liga wird noch mehr von uns gefordert. Vielleicht kam es mir aber auch nur so vor, ich bin ja auch älter geworden. Auf jeden Fall haben wir eine tolle Woche hinter uns, es wurde sehr abwechslungsreich trainiert.
Sie warten noch auf Ihr erstes Tor in der neuen Klasse. Wann ist es soweit? Das kommt schon, da bin ich sicher.
Woran hat es damals in Wattenscheid gehapert?
Ich habe eine ganz andere Position gespielt. Als junger Kerl ist man dann wie ein Wahnsinniger für die anderen gelaufen. Zudem waren wir generell nicht sehr erfolgreich zu dieser Zeit. Ich hatte viele Defensivaufgaben und mir fehlte die Abgezocktheit. Man gab die Kugel lieber einmal ab anstatt selber Verantwortung zu übernehmen. Ich war im Kopf noch nicht soweit.
Sie haben sich in der letzten Spielzeit als erster Akteur auf das Aufstiegsziel festgelegt. Der Kader für die anstehende Saison steht bereits. Was ist denn machbar mit dem vorhandenen Personal? Ich gehe davon aus, dass wir im Mittelfeld landen können. Erstes Ziel ist natürlich, nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben. Wenn nicht zu viele Jungs verletzt ausfallen, haben wir genug Potenzial, um in der gesicherten Zone zu landen. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass Sie im Angriff mit Felix Luz an Ihrer Seite starten. Passt das schon? Abwarten. Ich komme mit allen Stürmern klar. Daher bevorzuge ich keinen. Christopher Nöthe war vor seiner Blessur sehr gut dabei. Mit Tuncay Aksoy habe ich in der Vergangenheit klasse zusammengespielt, das gilt auch für Julian Lüttmann. Daher habe ich keinen Favoriten. Ich versuche Gas zu geben, denn die Konkurrenz ist groß. Und wer weiß, es kann doch auch sein, dass ich auf einmal auf der Bank sitze. Fakt ist, wir haben starke Angreifer, die alle ihre Klasse haben. Lütti ist mehr der Knipser, Tuncay geht weite Wege und entlastet uns, Felix legt die Bälle super ab und trifft, warten wir ab, was am Ende passiert. Der Sportliche Leiter Hans-Günter Bruns vermutete, dass nach den Anstrengungen in dieser Woche ein körperliches Loch auf die Spieler wartet. Sind Sie schon reingefallen? Vielleicht habe ich etwas falsch gemacht, aber noch fühle ich mich sehr gut. Keine Ahnung warum, es kann ja noch kommen. Aber man muss ja nicht in solch eine Phase kommen. Vor dem Start habe ich durch meine Zahn-OP nichts gemacht, daher waren bei mir die Schwierigkeiten zu Beginn vorhanden.
Wird es Zeit endlich um Punkte zu agieren? Natürlich, erst gab es einen Monat Pause, dann die lange Vorbereitung. Ich würde am liebsten morgen anfangen. Aber soweit sind wir noch nicht. Es dauert noch etwas, bis wir völlig zusammen gefunden haben. Und dann werden wir zum Start in Koblenz auch eine gute Partie abliefern.
Sie sprachen oft vom Traum, nochmals in der Liga auflaufen zu dürfen. Denken Sie oft an die bevorstehenden Begegnungen? Klar will ich schnell anfangen. Wir wollen schließlich den Leuten zeigen, dass wir auch in der Klasse mithalten können. Denn der Sprung ist sehr groß. In der Zweiten Liga sind die Kicker noch abgezockter, Fehler werden schneller bestraft. Trotzdem sitze ich nicht jeden Abend da und überlege, an welchem Datum steht welche Partie auf dem Plan.