Es war ein erster Schritt, doch es könnte ein bedeutender sein. Mit dem 2:1-Sieg gegen Schalke 04 hat Fortuna Düsseldorf einen wichtigen Schritt weg vom Abstiegsplatz gemacht. Acht Punkte beträgt nun der Vorsprung auf Erzgebirge Aue, dem nächsten Gegner der NRW-Landeshauptstädter. Allerdings steht die Elf von Trainer Daniel Thioune weiterhin auf Platz 16. Doch der neue Coach könnte so nun die Aufholjagd eingeläutet haben.
Die nächsten drei Gegner sind schließlich direkte Konkurrenten. Nach dem Aue-Heimspiel folgen mit dem Auswärtsspiel in Regensburg und dem Heimspiel gegen Ingolstadt zwei weitere Partien gegen direkte Konkurrenten. In der Hinrunde sammelten die Düsseldorfer sieben Punkte gegen jene drei Gegner. „Für uns war es ein kleiner Schritt auf dem richtigen Weg. Ein ordentlicher Auftritt, aber wir sind noch lange nicht da, wo wir hinwollen“, bremst der neue Coach aber selbst erst einmal die Erwartungshaltung, die bei der Fortuna ohnehin schon immer hoch ist.
Dennoch gibt es nun endlich berechtigte Gründe zur Hoffnung, der Schalke-Sieg könnte der von Ex-Trainer Christian Preußer so häufig beschworene Wendepunkt gewesen sein: Rouwen Hennings, dessen Vertrag sich per Option nach dem Schalke-Spiel um ein Jahr verlängert hat, präsentierte sich bei seiner Startelf-Rückkehr wieder stärker als zuletzt. Die Abwehr um Jordi de Wijs und André Hoffmann stand stabil. Und vor allem Khaled Narey, im vergangenen Jahr unter Thioune beim HSV aussortiert wurden, erstrahlte mit einem Tor und der Vorlage zum Siegtreffer in bester Verfassung.
Von daher ist es nicht verwunderlich, dass der in Neuwied geborene Sohn togolesischer Eltern mit Vorfreude auf die kommenden Aufgaben blickt: „In den nächsten Wochen müssen wir uns weiter auf unsere Stärken besinnen. Wenn wir diese Leistung auch gegen Aue zeigen, können wir zwei Heimsiege am Stück feiern.“ Die Fans würden sich wünschen, dass er Recht behält.