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EM: Statistische Bilanz der 31 Spiele
Torschützenkönig Villa gefährlichster Spieler

EM: Statistische Bilanz der 31 Spiele
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Der Spanier David Villa erzielte nicht nur mit seinen vier Treffern die meisten im ganzen Wettbewerb, sondern lag auch im "Performance Index" der Angreifer auf dem ersten Platz. Das Finale verpasste er allerdings verletzt.

Der Index ist das Ergebnis einer Reihe von Auswertungen, die auf den statistisch relevanten Aktionen jedes Spielers beruhen. Er soll darüber hinaus Aufschluss geben über die Wahrscheinlichkeit, mit der ein Spieler trifft oder ein Tor verhindert. Der Stürmer des FC Valencia gewann dieses inoffizielle Ranking nach seinen starken EM-Auftritten vor Edwin van der Sar und Lukas Podolski, was die Gefährlichkeit seiner Angriffe belegt.

Mit ihren Stürmer-Stars Villa und Fernando Torres sowie dem auch in der Breite gut besetzten Mittelfeld hat sich Spanien letztlich verdient gegen die kontinentale Konkurrenz durchgesetzt, wie auch der künftige Schweizer Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld findet: „Mit Spanien hat die konstanteste und spielstärkste Mannschaft das Turnier gewonnen“. Dabei stach ein weiterer Akteur aus der geschlossenen Einheit heraus: Xavi Hernandez vom FC Barcelona.

Die allgemeine Wertung der Performance-Liste konnte der 28-jährige Regisseur für sich entscheiden, der damit der Spieler des Turniers ist. Für eine Rekordmarke reichte es für Xavi bei der durchschnittlichen Laufleistung: Pro Minute legte er 131,5 Meter zurück. In dieser Wertung wird er gefolgt vom Russen Semak (128 Meter) und Deutschlands Kapitän Michael Ballack (125 Meter). Zudem überzeugte das extrem genaue Passspiel des Spaniers, überragende 90 Prozent der Zuspiele fanden den Mitspieler. „Es war ein Turnier der technischen Qualität, aber auch des Respekts und des Fair Play. Xavi hat das spanische Spiel wesentlich beeinflusst und gezeigt, dass ein Spieler gleichzeitig ein Kämpferherz und ein gutes Auge haben kann“, fasst Arsène Wenger, Trainer von Arsenal London, zusammen.

Auffällig: Wer in der Gruppenphase dominierte, bekam in den Ausscheidungsspielen Probleme. Von den Erstplatzierten überstand nur der spätere Sieger Spanien das Viertelfinale. In der K.o.-Runde waren die Sprints zudem nicht mehr die schnellsten, dafür wurde mehr gelaufen. Ein Anzeichen für das größere Risiko in diesen Partien. Die höchsten Antrittsgeschwindigkeiten wurden in der Vorrunde aufgestellt: Den Bestwert stellte hier der Kroate Ivica Olic mit 31,76 km/h auf. In der deutschen Auswahl sorgten Michael Ballack und Miroslav Klose mit Sprintmaxima von 30,88 km/h für die Bestmarken.

Das Finale mit insgesamt weniger als 100 zurückgelegten Kilometern war bezüglich der Laufbereitschaft hingegen unterdurchschnittlich. Die größte Laufleistung pro Minute erreichte die "Sbornaja" von Trainer Guus Hiddink mit 1.224 Metern pro Minute vor Deutschland (1.185 Meter). Ballack absolvierte 67,77 km in sechs Spielen, was den absoluten Bestwert bedeutet. Mit dem Innenverteidiger-Duo Christoph Metzelder und Per Mertesacker sowie Torwart Jens Lehmann standen drei Deutsche in allen sechs Begegnungen über die volle Distanz auf dem Rasen und verpassten so keine Minute des Turniers.

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