Mit einem letztlich trotzdem ungefährdeten Erfolg, haben die Männer von Bundestrainer Heiner Brand in häufig wechselnden Formationen gespielt.
Bester Werfer für die deutsche Mannschaft war mit fünf Treffern Rechtsaußen Florian Kehrmann. Am kommenden Freitag muss der Weltmeister gegen Gastgeber Österreich (20.00 Uhr) im zweiten Turnierspiel ran. Der härteste Gegner wird allerdings am Samstag warten, wenn Rekord-Europameister Schweden (18.00 Uhr) der Gegner der Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) ist. Nachdem Heiner Brand knapp fünf Monate vor Beginn der Olympischen Spiele in Peking ohnehin schon auf acht Weltmeister verzichten musste, hatte kurzfristig auch noch Torhüter Johannes Bitter seine Turnier-Teilnahme abgesagt. Der Hamburger und seine Frau Bernadette erwarten zum ersten Mal Nachwuchs. Sein Teamkollege Pascal Hens wurde geschont, Torsten Jansen, Markus Baur, Michael Kraus, Sebastian Preiß, Oleg Velyky, Stefan Schröder und Christian Zeitz stehen wegen Verletzungen nicht zur Verfügung.
So musste Brand, der angekündigt hatte, den Konkurrenzkampf vor Peking verschärfen zu wollen, wieder mal improvisieren. Bis auf den dritten Torhüter Silvio Heinvetter (Magdeburg) kamen gegen den WM-Elften Tunesien alle Spieler zum Einsatz, der Großwallstädter Michael Müller (1 Tor) feierte sein Debüt im Deutschland-Trikot. Mit dem 21-Jährigen Martin Strobel (Balingen-Weilstetten), der seine gute Übersicht und Schnelligkeit bewies, auf der Spielmacherposition erwischte die deutsche Mannschaft einen guten Beginn und hatte sich nach 15 Minuten einen Fünf-Tore-Vorsprung (9:4) erarbeitet. Dann begannen aber die Wechselspiele, Brand schickte praktisch eine komplett neue Mannschaft auf das Feld und die Unsicherheiten nahmen zu.
Die Tunesier, in der WM-Hauptrunde 2007 zuletzt 28: 35-Verlierer gegen Deutschland, nutzten ihre Chancen bis zur Pause sogar zum Ausgleich. Dabei verhinderte auch WM-Held Henning Fritz im Tor mit einer ordentlichen Leistung einen Rückstand. Nach dem Wiederanpfiff testete Brand weiter munter durch, ehe vor allem die Abwehr um Andrej Klimovets und der eingewechselte Torhüter Carsten Lichtlein (8 Paraden) ihre Mannschaft endgültig auf die Siegerstraße brachten.