Die Eishockey-Eliteliga in Deutschland gibt damit ein trauriges Bild ab, das die Gesellschafter zu ändern suchten. Doch die Funktionäre haben eine Niederlage erlitten, denn die für die Zweite Liga und Oberliga zuständige Eishockey-Spielbetriebsgesellschaft (ESBG) hat die Wiedereinführung der Auf- und Abstiegsregelung gekippt. Diese sei für die kommende Saison nicht durchführbar, heißt es da. Das klingt ähnlich gestelzt wie allzu bequem.
Spontan reagierten Fan-Scharen auf diese Nachricht, die Anhänger der DEG Metro Stars protestierten etwa mit großen Plakaten gegen den Rückzieher, der so weiter Spannung auch in den unteren Tabellenregionen der DEL verhindert. So können sich die Teams, die von Beginn an wenig Aussicht auf die Play-offs haben, weiter ruhig in ihr Schicksal als Punktelieferant fügen. Am Ende einer langen Saison verhindert damit nur der schwammige Begriff „Ehre“, dass es zu einer Wettbewerbsverzerrung kommt.
Es gibt im nächsten Jahr erneut keinen sportlichen Absteiger, dafür aber einen weiteren Aufsteiger. Die DEL-Funktionäre um Geschäftsführer Gernot Tripcke hatten eine Vision, doch sie haben eine Niederlage erlitten. Die Fans, die sich auch Spannung im Abstiegskampf wünschen, sind weiterhin die Leidtragenden davon, dass es beim Fehler im System bleibt.