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Schneider holt am Nürburgring den 33. DTM-Sieg
Mercedes dominiert das Podium

DTM: Schneider holt am Nürburgring den 33. DTM-Sieg
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Mercedes hat im Wetterchaos auf dem Nürburgring den Durchblick behalten und beim 7. Saisonlauf des Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) einen Vierfach-Triumph gefeiert. Beim Reifen-Poker hatte der fünfmalige DTM-Champion Bernd Schneider aus St. Ingbert nach 43 Runden in seiner AMG-Mercedes C-Klasse 5,7 Sekunden Vorsprung vor seinem britischen Teamkollegen Paul di Resta.

"Die letzten Runden mit den Trockenreifen im Regen waren extrem hart. Aber mein Auto war heute super. Ich danke allen, die dafür gearbeitet haben", sagte der Saarländer, der am Abend mit dem Team seinen 44. Geburtstag nachfeiern will. Für Schneider war es der erste Saisonsieg und der 33. DTM-Sieg insgesamt. Zuletzt hatte der ehemalige Formel-1-Pilot, der für das Saisonende seinen Rücktritt angekündigt hat, am 10. Juni 2007 in Brands Hatch ein DTM-Rennen gewonnen. Jamie Green und Ex-Champion Gary Paffett im besten "Jahreswagen" vervollständigten auf den Plätzen drei und vier die Mercedes-Festspiele in der Eifel. Passend dazu ergatterte der frühere Formel-1-Pilot Ralf Schumacher (Kerpen) auf Position acht seinen ersten Meisterschaftspunkt.

Erster Saisonsieg: Bernd Schneider. (Foto: firo)

Dagegen lag Rivale Audi mit seiner Strategie total daneben. Die Ingolstädter, die mit drei Audi A4 auf den besten Startpositionen standen, hatten beim Start auf Regen gesetzt - der gegen Ende tatsächlich kam - und entsprechende Reifen aufziehen lassen. Alle Audi-Piloten mussten in den ersten fünf Runden in die Box und Regenreifen montieren lassen. Für Timo Scheider (Braubach) war deshalb im Abt-Audi A4 nicht mehr als Platz fünf vor seinem Teamkollegen, Titelverteidiger Mattias Ekström möglich. Immerhin verteidigte Scheider die Tabellenführung (44 Punkte), hat aber nur noch vier Zähler Vorsprung vor Green (40). Ekström (38) fiel auf Rang drei zurück. Bereits am Samstag hatten schwere Gewitter und sintflutartige Regenfälle beim Qualifying zu einem vorzeitigen Abbruch und anschließend kontroverse Diskussionen gesorgt. "Im sportlichen Reglement der DTM steht: Wird das Qualifying abgebrochen, wird die Startaufstellung für den Wertungslauf aufgrund der bis zu diesem Zeitpunkt gefahrenen und beendeten Sektionen gebildet", erklärte Mercedes-Sportchef Norbert Haug: "Es war die Sektion zwei, die nach rund drei Viertel der vorgesehenen zehn Minuten durch "rot" und damit durch Abbruch beendet wurde, und deshalb gilt nach unserer Einschätzung - mit der sind wir keineswegs alleine - die Reihenfolge der Qualifying-Sektion zwei zum Zeitpunkt, als "rot" gezeigt wurde." Die Stuttgarter hätten nach Haugs Rechnung vier Autos in den Top sechs gehabt - so war es mit Paffett auf Startplatz vier aber nur eine C-Klasse in der zweiten Reihe. Bei Audi berief sich Sportchef Wolfgang Ullrich auf das Reglement, das seiner Meinung nach in diesem Punkt klar definiert sei. Unterdessen hat Citroen-Sportchef Olivier Quesnel in einem Gespräch mit Motorsport aktuell bestätigt, dass der französische Hersteller noch in diesem Jahr eine Entscheidung über den möglichen DTM-Einstieg 2010 treffen werde. "Die DTM wäre eine schlüssige Variante, um ein neues Modell wie unseren künftigen C5 im sportlichen Wettbewerb gegen direkte Konkurrenten wie dem Audi A4 oder der Mercedes C-Klasse zu bewerben", sagte Quesnel, dessen Mannschaft in der Rallye-WM von Erfolg zu Erfolg eilt: Das eine Engagement schließt das andere nicht aus. Ich könnte mir sogar beides gut vorstellen."

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