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RWE: Türkeri brennt auf seine Chance
Nach Karlsruhe-Abstecher zurück bei der Familie

RWE: Türkeri brennt auf seine Chance
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Der Mann scharrt kräftig mit den Hufen! Haluk Türkeri will endlich durchstarten. "Bis jetzt war ich immer unter den ersten zwölf Akteuren", nickt der Stürmer. In Kaiserslautern kam er trotz des Rückstandes nicht. "Ich sprach danach mit dem Coach, ich kann seine Entscheidung voll nachvollziehen."

Michael Kulm erläuterte seine Wechselentschlüsse. "Das 0:2 auf dem Betzenberg wirft uns nicht um", legt sich Türkeri fest, "wir kriegen die Kurve, erst gegen Odenkirchen, dann gegen Bochum." Unter der Woche, Mittwoch, gastiert RWE im Rahmen des Diebels-Niederrheinpokals beim Landesligisten, dann, Sonntag, kommt die Zweitvertretung des VfL ins Georg Melches-Stadion.

Für Türkeri kann das eine Reise in die Vergangenheit werden, schließlich war der VfL für ihn eine U19-Bundesligastation, auch einen Zweitliga-Einsatz verbuchte der Türke für den Club, der auch einmal das Zuhause von Kulm war. "Für die A-Junioren traf ich 35 Mal in einer Saison", erinnert sich der 1,87 Meter-Mann. Damals mit kurzen Haaren. "Damit hatte ich immer Erfolg", grinst der 21-Jährige. Konsequenz: In der letzten Woche fiel der Schopf. Ralf Außem, Co-Trainer, und die Kollegen hatten vorher eine Autogrammkarte in die Hände bekommen. "Sie meinten, mir ständen die kurzen Haare besser", grinst Türkeri noch breiter.


Der ehemalige U20-Nationalspieler unterschrieb einen Vertrag bis 2009, eine Option bis 2010 ist enthalten, die dann für die dritte Liga greifen soll. "Ich bin froh, wieder im Ruhrgebiet zu sein", räumt Türkeri ein, der nach seinem zweijährigen Abstecher zum Karlsruher SC erneut zuhause bei seinen Eltern in Duisburg wohnt. "Das war eine gute Erfahrung", bestätigt der ehemalige Walsumer über seine badische Periode, "am Anfang steht man dort ohne Freunde, der Dialekt war auch komisch." Insgesamt absolvierte Türkeri für den KSC 24 Einsätze in der Regionalliga (drei Tore). Die Berufung in den Zweitligakader von Coach Ede Becker kam auch, als sich der Tscheche Jiri Kaufmann verletzte. "Ich war immer oben dabei, hatte damals auch gute Gespräche mit dem Trainer." Der KSC stieg auf.

Haluk Türkeri übt sich in Geduld. Foto: firo

Einem weiteren Durchbruch machte eine langwierige Knöchelverletzung einen Strich durch die Rechnung, aus einer diagnostizierten Bänderdehnung wurde eine üble Knochenabsplitterung, die langfristige Ruhe benötigte. Die letzten Nachwirkungen spürte Türkeri noch bei seinem Antritt in Essen. "Das ist aber komplett vorbei, ich bin richtig gut drauf", gibt sich das ehemalige MSV-Jugend-Zebra kämpferisch, "ich bin ja nicht zu RWE gewechselt, um auf ständig auf der Bank zu sitzen." Kulm wird den Ehrgeiz gerne zur Kenntnis nehmen.

Türkeri: "Ich muss Geduld haben und mich ständig anbieten, irgendwann erhalte ich meine Chance, die ich dann nutzen muss." Sascha Mölders und Markus Kurth, das Duo ist die aktuelle stürmische Erstbesetzung. "Sascha ist ein echter Knipser", zieht Türkeri den Hut, "Markus arbeitet unheimlich viel für das Team. Beide harmonieren gut." So dass Türkeri, der mit Mölders bei der Anreise aus dem gemeinsamen Wohnort eine Fahrgemeinschaft bildet, in der Warteschleife rotiert - noch. Der Verbandspokal kann eine Bühne sein, folgend gegen Bochum würde Türkeri "natürlich gerne ein Tor machen."

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