Schließlich hat der islamische Fastenmonat Ramadan (neunter Monat des Mondkalenders, eine Art Gottesdienst) begonnen, in dem von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang unter anderem auf Essen und Trinken verzichtet wird. "Das ist nicht wirklich ein Problem", erklärt Türkeri offen, "wenn wir nur einmal pro Tag trainieren, geht das alles." Wenn von Coach Michael Kulm wie unter der Woche am Mittwoch zwei Einheiten angesetzt werden, muss man reagieren. "Das funktioniert natürlich nicht, ohne Wasser zu sich zu nehmen", bestätigt Türkeri, "das steht aber auch in Übereinstimmung mit dem Koran."
Der, auch wenn es muslimische Hauptpflichten betrifft, keine weltfremde Schrift ist. Bei enormer körperlicher Belastung (wie zum Beispiel auch in der Schwangerschaft) werden ausgleichende Möglichkeiten eingeräumt. "Natürlich ist mir mein Glaube auch sehr wichtig", bekennt Türkeri, "ich versuche, das alles in Einklang zu bringen." Immer mit der Vorgabe, alles realistisch einzuschätzen. Was passieren kann, aber nicht muss, machte der Fall des Kölner Spielers Ümit Özat deutlich, der während eines Matches zusammen brach. Neben Türkeri stehen weitere sieben Muslime im RWE-Kader.