Jetzt ist er selbst einer von denen, zu denen er einst aufblickte. "Die Chance zu haben, vielleicht mal selbst auf dem Platz zu stehen, ist ein Traum für mich", betont der Innenverteidiger, der die komplette Vorbereitung bei den Profis bestreitet.
Hatte sich der 20-Jährige im Vorfeld nur die Teilnahme am Trainingslager leise erhofft, belegt er in der internen Rangliste hinter Marcel Maltritz, Anthar Yahia und Mergim Mavraj nun schon Platz vier. Falls kein weiterer Abwehr-Mann verpflichtet wird, darf sich der Youngster Hoffnungen auf regelmäßige Kader-Berufungen machen: "Für mich wäre es super, wenn die Situation so bleibt."
In der vergangenen Saison stand er bei den Partien gegen Wolfsburg, Duisburg und auf Schalke im Aufgebot. "Das war überragend. Es geht nichts darüber, Profi-Luft zu schnuppern", schwärmt der 1,94 Meter-Hüne. Den Hauch von Spitzen-Fußball spürt er schon in den täglichen Einheiten, die ihn kräftig fordern: "Die sind intensiver als bei der Reserve, es geht viel härter zur Sache. Man muss jedes Training wie ein Spiel angehen, um da zu bestehen", betont Fabian.
Bislang scheint ihm das zu gelingen, die Kicker haben das "Küken" gut aufgenommen. Das gilt auch für Österreichs Nationalspieler Christian Fuchs, mit dem er im Trainingslager das Zimmer teilte. "Er ist ein lustiger Vogel und hat Erfahrungen, die ich nicht habe – allein schon durch die EM. Und privat hat er geheiratet, davon bin ich auch noch meilenweit entfernt", grinst der gebürtige Hagener.
Der ist von Haus aus eigentlich Bayern-Anhänger gewesen, ließ sich aber zum VfL bekehren. "Mit Dortmund und Schalke hatte ich nie etwas am Hut", stellt der Defensive fest. Sein Zusatz: "Ich fühle mich als Bochumer Junge, der VfL ist eine Herzensangelegenheit für mich geworden."
Auch deshalb hätte Fabian kein Problem damit, in die Regionalliga-Truppe zurückbeordert zu werden. "Ich werde alles für meinen Profi-Traum tun. Ob es dann reicht, wird sich zeigen. Aber gegen Mannschaften wie Essen und Münster zu spielen macht ja auch richtig Spaß", bemerkt der frühere Oestricher. Und auch mit den gestiegen Anforderungen kann er sich durchaus arrangieren: "Ich denke, dass ich bei der Reserve vorangehen und das Team führen muss. Wenn man von den Profis zur Zweiten stößt, muss man sich in besonderer Weise hervorheben."