In der heimischen Helmut-Voss-Arena holte die Mannschaft von Westfalia-Trainer Holger Wortmann den ersten Punkt überhaupt in der vierthöchsten deutschen Spielklasse. Gegen den Mitaufsteiger aus Erndtebrück stand am Ende ein leistungsgerechtes 2:2 (2:1)-Unentschieden.
Lennard Kleine, der vor einer Woche bei der 1:2-Niederlage in Oberhausen schon das erste Regionalliga-Tor für die Hammer Vorstädter geschossen hatte, gelang bereits in der Anfangsphase die frühe Führung. TuS-Angreifer Xhuljo Tabaku erzielte nur drei Minuten später den Ausgleich, doch noch in der ersten Halbzeit brachte Ex-Profi Salvatore Gambino seine Mannschaft erneut in Führung. Anfang der zweiten Halbzeit köpfte Mory Konate die Gäste erneut zum Ausgleich.
"Wir wollen den sogenannten Experten zeigen, dass wir nicht der kleine Dorfklub sind, der jedes Spiel 5 oder 6:0 verliert."
Pascal Beilfuß
Mit dem 2:2 konnte Wortmann durchaus leben. Auch Abwehrspieler Michael Wiese, der in der zweiten Halbzeit ein ums andere Mal im letzten Augenblick klärte, freute sich schlussendlich über den ersten Punktgewinn in der neuen Liga: „Wir müssen zuhause die Punkte holen, das wissen wir. Bei Auswärtsspielen kommt in diesem Jahr meistens noch eine große Kulisse auf uns zu, das ist für uns was ganz Neues.“ 627 Zuschauer sahen das erste Heimspiel des Aufsteigers, beim Auftakt gegen RW Oberhausen im Stadion Niederrhein waren bereits über 2000 Zuschauer auf den Rängen.
Neuzugang Pascal Beilfuß stand zum zweiten Mal in der Startaufstellung der Papenloh-Elf. Vor der Saison ist der 25-jährige vom ASC 09 Dortmund zur Mannschaft gestoßen und zählt schon jetzt mit seiner Robustheit zu den absoluten Größen im Mittelfeld. Beilfuß will es vor allem den Kritikern zeigen, die Westfalia Rhynern zu den ersten Abstiegskandidaten zählen: „Wir lesen alle Zeitung und bekommen natürlich mit, was geschrieben wird. Das motiviert uns aber nur noch mehr. Wir wollen den sogenannten Experten zeigen, dass wir nicht der kleine Dorfklub sind, der jedes Spiel 5 oder 6:0 verliert.“
Nach dem ersten Punkt im zweiten Spiel soll möglichst ein Dreier im dritten Spiel folgen. „Wir haben in den ersten Partien auf jeden Fall genug Selbstbewusstsein getankt“, gibt sich Beilfuß kampfeslustig. Dann reist die Wortmann-Mannschaft zur U23 von Fortuna Düsseldorf, die sich am ersten Spieltag für Wegberg-Beeck als echter Aufsteiger-Schreck erwiesen hat.