Die positive Stimmung innerhalb der Mannschaft scheint jedoch besonders einer Person nicht zu schmecken. Trainer Peter Kunkel sieht vor dem Heimspiel gegen die U21 des 1. FC Köln die Zeit gekommen, eine Warnung an seine Spieler zu richten. Kunkel erinnert in diesem Zusammenhang an den Einbruch, der die Rot-Weißen nach dem starken Saisonstart ereilte. Bereits das Spiel in Lippstadt konnte den ehemaligen Wattenscheider nicht überzeugen. "In der ersten Halbzeit waren wir überhaupt nicht auf dem Platz. Wir hatten Glück, dass es zu Pause 0:0 stand. Das war gar nichts", unterstreicht Kunkel.
Auch mit den Trainingsleistungen zu Beginn der Woche war Kunkel alles andere als zufrieden. Nach drei Siegen in Serie befürchtet der Linienchef der Oberhausener in bester Sammer-Manier, dass seine Mannschaft den Faden verliert. „Die Spieler haben am Dienstag wie Bratwürste trainiert. Mittwoch war es auch nicht viel besser. Das ist mir im Moment alles viel zu pomadig. Wir müssen den Trainingsplatz täglich umpflügen, sonst wird unsere Serie bald ein Ende haben“, moniert Kunkel.
Gegen die Geißböcke müssen die Oberhausener erstmals ohne ihren schwer verletzten Abwehrchef Jörn Nowak antreten. Der vakante Posten in der Innenverteidigung an der Seite von Felix Haas dürfte aller Voraussicht nach von Tobias Hötte bekleidet werden. Am Mittwoch musste der 21-Jährige aufgrund einer Erkältung kürzertreten. Sein Einsatz am Samstag ist allerdings nicht in Gefahr. Kunkel fordert von seiner Mannschaft, dass der Nowak-Ausfall in den Köpfen keine Rolle mehr spielt. "Das sind Dinge, die im Fußball leider passieren. Tobias Hötte hat seine Sache gegen Lippstadt gut gemacht. Ich weiß, dass wir uns auf ihn verlassen können", betont Kunkel, der seinen Schützlingen ein simples Erfolgsrezept auf den Weg gibt. "Wenn wir mehr investieren als die Kölner, kann es gut sein, dass wir wieder als Sieger vom Platz gehen." Der vierte Sieg in Folge dürfte wohl auch "Motzki" Kunkel wieder zufriedenstellen.