Am Samstag (15.30 Uhr) laufen die Westfalen zum ersten Mal in der DFB-Pokalhauptrunde auf. Gegner ist kein Geringerer als der Bundesliga-Dritte der Vorsaison, Bayer Leverkusen. Das 1:1 am vergangenen Sonntag gegen die U23 der Rheinländer war eine gute "Generalprobe", schließlich ist die taktische Ausrichtung bei den Leverkusener Amateuren die gleiche wie bei den Profis.
Daniel Farke hat sich zudem Videomaterial besorgt, um den Gegner zu beobachten. Trotz allem rechnet sich der Sportdirektor des SVL keine großen Möglichkeiten aus. "Die Aufgabe ist sportlich eigentlich unlösbar. Die Chance, dass wir weiterkommen ist minimal ", sagt der 36-Jährige. Und deshalb macht er sich auch nicht verrückt: "Ich persönlich gehe das ganz entspannt an." Was nicht heißen soll, dass der angehende A-Lizenzinhaber das Duell als reines Schaulaufen betrachtet: "Wir gehen das schon ganz ambitioniert an und werfen alles in die Waagschale."
Ein Bayer-Mitglied zwischen den Lippstädter Pfosten
Das müssen auf dem Platz dann seine Spieler tun, für die das Match ein absolutes Karriere-Highlight darstellt - wer von ihnen wird schon noch einmal die Gelegenheit haben, vor TV-Kameras aufzulaufen? In der Presse war schon von einem Vergleich der Torjäger Viktor Maier und Stefan Kießling zu lesen, ein anderer 08er genoss ebenfalls besonders große Aufmerksamkeit: Christopher Sander. Der SVL-Keeper ist bekennender Fan der Werkself und sogar Mitglied beim TSV Bayer Leverkusen.
Selbst er durfte sich seiner Aufstellung aber bis zum Abschlusstraining noch nicht gewiss sein. Die Frage, ob es diesmal nicht besonders wehtut, den nicht berücksichtigten Spielern mitzuteilen, dass sie zuschauen müssen, beantwortet Farke dann aber ganz professionell: "Nun, das ist in der Meisterschaft doch ganz genau so. Damit können alle umgehen."