Noch vor wenigen Tagen sprach RevierSport mit Stefan Jaschin. Der Torwart, der beim ETB Schwarz-Weiß Essen kein neues Vertragsangebot erhielt, zeigte sich enttäuscht und suchte eine neue Herausforderung.
"Ich will auf jeden Fall in der Oberliga bleiben und spielen. Um mich auf die Bank zu setzen, dafür fühle ich mich noch viel zu jung. Klar, man könnte auch in eine untere Liga wechseln, mehr Geld bekommen und spielen. Aber das will ich nicht. Ich habe bewiesen, dass ich Oberliga spielen kann und hier will ich auch weiterbleiben", sagte der 24-Jährige gegenüber unserer Redaktion.
Und der Wunsch des 60-maligen Oberliga-Keepers wird auch in Erfüllung gehen. Denn nach RevierSport-Informationen wird er noch in dieser Woche als Zugang bei Oberliga-Aufsteiger Adler Union Frintrop vorgestellt.
Somit wird der gebürtige Bochumer Jaschon, der im Nachwuchs von Rot-Weiss Essen und VfL Bochum ausgebildet wurde und später im Seniorenbereich für den 1. FC Bocholt, SV Schonnebeck, FC Kray, SV Straelen und zuletzt eben ETB spielte, für den nächsten Essener Klub zwischen den Pfosten stehen. Diesmal eben am Frintroper Wasserturm.
Jaschin ist dann nach Raúl Sossong (Westfalia Herne), Noah Karthaus (TuS Sinsen), Dustin Hoffmann (Spielvereinigung Schonnebeck), Tim Heinsen (SSV Buer), Phil Kappler (FC Kray U19), Dominik Stukator (BV Rentfort), Joel Zwikirsch (Arminia Klosterhardt) und Leutrim Alimusay (zuletzt vereinslos) der neunte Zugang.
Aufstiegstrainer Marcel Cornelissen zog schon Ende Mai ein erfreuliches Transfer-Fazit. Denn bis auf Jaschin hatte Frintrop seine acht Zugänge frühzeitig eingetütet. Cornelissen: "Wir sollten sehr flexibel sein und mit dem erhöhten Konkurrenzkampf hoffen wir, überall ein paar Prozent rauskitzeln zu können. Wir mussten viele Gespräche führen, um diesen Kader zusammen zu bekommen, denn wir alle kennen die finanziellen Zwänge bei Adler Union. Daher freuen wir uns, dass die Jungs alle zu den 'alten' Konditionen zugesagt haben. Gerade als es bei uns in Richtung Oberliga gegangen ist, kamen viele Anfragen von diversen Spielern, aber wir hoffen, dass wir die richtigen Jungs erwischt haben, die uns sportlich verbessern und in das Kollektiv passen. Das steht bei uns über allem."