Der Funktionär weiß, dass es nach Außen nicht unbedingt den besten Eindruck erweckt, erklärt aber die Hintergründe: "Ahmet war bei den Preußen ein Vollprofi. Wenn er nun aber zu uns kommen würde, ist er bei einer lupenreinen Amateurmannschaft, die nur abends trainiert."
Und das macht sich natürlich finanziell extrem bemerkbar. "Er kann bei uns nun einmal nicht das Geld verdienen, was er sich vorstellt", weicht Krug von seinem Angebot nicht ab. "Deshalb ist er überall im Probetraining, stellt sich vor und will seine Chance, mit Fußball genügend Euros zu verdienen, nutzen." Dafür hat der ehemalige Ahlener Verständnis.
Aber wenn Aktas am heutigen Montag von seiner Vorstellung beim türkischen Zweitligisten Adnanspor zurückkommt, will er mit ihm reden. Denn schließlich macht sich das Team am Donnerstag auf den Weg ins viertägige Trainingslager nach Soldau. "Und da sollte er dann dabei sein", würde sich Krug freuen, wenn Aktas eine Entscheidung fallen würde. "Wir könnten ihn sehr gut gebrauchen, weil sich Sven Dyballa immer wieder mit Sprunggelenksproblemen herumplagt und wir nicht sehr große Alternativen besitzen", skizziert Krug und schiebt nach: "Grundsätzlich wollen wir aber nicht den Eindruck erwecken, dass wir mit unserem 23 Mann starken Kader unzufrieden sind. Wenn Ahmet nicht käme, wäre es nicht schlimm."
Doch vielleicht ist Aktas ja auch schon am Mittwoch Abend zum Testspiel in Beckum (19 Uhr) dabei. Krug: "Das wäre ideal. Eine Eingewöhnungszeit benötigt er ja nicht, weil er sich bei uns bestens auskennt."