Ergebnistechnisch war es wieder knapp. Gegen die SG Finnentrop-Bamenohl gewann der SV Westfalia Rhynern am 11. Spieltag der Oberliga Westfalen mit 2:1. In den letzten sieben Spielen hat die Mannschaft von Trainer Michael Kaminski nie mehr als zwei Tore erzielt. Trotzdem ist sie nach elf Spieltagen Tabellenführer der Oberliga Westfalen.
„Das hat sich die Mannschaft hart erarbeitet. Ich habe überhaupt keine Sorge, dass sie nachlässt“, erklärt Rhynern-Coach Kaminski. „Die Mannschaft zeichnet ein unbändiger Wille aus. Es ist eine schöne Momentaufnahme, dass wir nach elf Spielen ungeschlagen sind", freut sich der 38-Jährige.
Ein Merkmal seiner Mannschaft ist die bärenstarke Defensive – sechs Gegentore sind Ligabestwert. Genau darauf war im Übrigen in der Saisonvorbereitung der Fokus gelegt worden.
Ein anderer: mannschaftliche Geschlossenheit. „Es gibt etwa zehn Spieler, die das Gesicht des Vereins sind. Diese Spieler integrieren die neuen und helfen ihnen dabei, sich mit dem Verein zu identifizieren“, erläutert Kaminski. Zudem achte man auch auf die Persönlichkeit potentieller Neuverpflichtungen.
„Keiner nimmt sich wichtiger als er ist. Und wir im Trainerteam versuchen, alle Spieler gleich zu behandeln“, ergänzt der Rhynern-Coach. Es funktioniert erstaunlich gut. Vor Bövinghausen, vor Aufstiegsfavorit Gütersloh (Platz sechs) führt man die Oberliga an.
Nach elf Spielen ein Spitzenspiel gegen Gütersloh – das haben wir uns verdient. Gütersloh wird bestimmt 150, 200 Fans mitbringen.
Michael Kaminski
Ebenjene Gütersloher, die nach schwierigem Saisonstart wieder oben anklopfen, sind am kommenden Sonntag (30.10.) zu Gast in Rhynern. Anpfiff ist um 15 Uhr und Rhynern-Coach Kaminski freut sich auf das Topspiel: „Nach elf Spielen ein Spitzenspiel gegen Gütersloh – das haben wir uns verdient. Gütersloh wird bestimmt 150, 200 Fans mitbringen. Das ist eine tolle Sache.“
Am vorletzten Spieltag gewann der FC Gütersloh übrigens 4:1 gegen den damaligen Tabellenführer TuS Bövinghausen. Ob man am kommenden Sonntag in Rhynern ebenso viele Tore schießen wird? Unwahrscheinlich. Zuhause funktioniert die Defensive des SVW nämlich besonders gut: In fünf Heimspielen gab es erst einen Gegentreffer.