Auch im zweiten Duell gegen eine absolute Spitzenmannschaft innerhalb einer Woche gehen die SF Niederwenigern leer aus. Mit 0:2 unterlag die Mannschaft von Trainer Marcel Kraushaar gegen den Spitzenreiter SSVg Velbert, nachdem man unter der Woche schon trotz ansprechender Leistung mit 2:4 gegen den Tabellenzweiten aus Bocholt verloren hatte.
Der 30-Jährige wollte seiner Mannschaft auch nach der Niederlage in Velbert keinen Vorwurf machen. „Ich bleibe dabei, was ich schon am Dienstag gesagt habe. Wir hatten eine absolute Horrorwoche vor uns mit den beiden Topmannschaften aus der Liga. Ich finde das zumindest diskussionswürdig, ob man das so ansetzen muss. Es wurde so angesetzt und ich finde, wir haben den Kampf angenommen, haben versucht, mutig zu bleiben und viele gute Aktionen nach vorne gehabt.“
Eine Situation ärgerte den SF-Trainer dann aber doch. Beim Spielstand von 0:1 aus Niederwenigern-Sicht wurde Angreifer Marc Andre Gotzeina kurz vor dem Strafraum festgehalten. Es gab aber keinen Freistoß und dementsprechend auch keine Rote Karte wegen Notbremse. „Die Szene würde ich gerne noch einmal sehen“, meinte Kraushaar. „Das hätte das Spiel natürlich zu unseren Gunsten verändert. Aber insgesamt Kompliment an die Mannschaft, die jetzt innerhalb von drei Tagen zwei Mal sehr viel laufen musste und ich glaube, wir können erhobenen Hauptes aus dem Spiel rausgehen.“
Nach den direkten Duellen gegen die beiden Aufstiegsfavoriten der Liga, wollte der ehemalige Spieler der Sportfreunde sich nicht festlegen, wer am Ende den Aufstieg schaffen wird. „Velbert hat vielleicht die etwas reifere Spielanlage, aber beide Mannschaften haben enorme Qualität und beide hätten es von ihrem fußballerischen Vermögen auf jeden Fall verdient, aufzusteigen.“
Für seine Mannschaft, die durch die Niederlage zunächst auf Platz 19 der Tabelle bleibt, geht es kommenden Sonntag weiter mit einem Heimspiel gegen den TVD Velbert. „Jetzt müssen wir erstmal drei Tage regenerieren nach der anstrengenden Woche, die ja nochmal schwerer war, weil wir durch die Unwetterthematik eine ganze Woche davor überhaupt nicht trainieren konnten“, verriet Kraushaar, der den Blick so langsam auf die anstehende Abstiegsrunde richtete. „Wir haben zum Glück wieder fast alle Mann an Bord. Die Jungs machen das momentan wirklich gut und dann wollen wir auch in der Abstiegsrunde im positiven Sinne bissig und unangenehm bleiben, alles raushauen und dann werden wir zusehen, dass wir das am Ende gebogen kriegen.“