Nachdem das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen als „Schuldiger“ für das Jubelverbot ausgemacht wurde (RS berichtete) wehren sich die Richter nun gegen die Anschuldigung und schieben der Stadt Essen den Schwarzen Peter zu.
In der Presseerklärung des Verwaltungsgerichts heißt es: „Berichte, nach denen der FC Kray aufgrund eines ‚Güterichterspruchs‘ oder eines Beschlusses des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen dazu verpflichtet worden sein soll, geräuschreduzierende Maßnahmen sicherzustellen und zur Einhaltung der Immissionsrichtwerte gemäß der 18. BImSchV (Sportanlagenlärmschutzverordnung) Vorkehrungen zu treffen, dass Zuschauer keine lärmerzeugenden Instrumente, wie pyrotechnische Gegenstände, druckgasbetriebene Lärmfanfaren oder Trommeln verwenden, sind unzutreffend. Es existiert keine gerichtliche Entscheidung.“
Die Sport- und Bäderbetriebe wollten sich nicht äußern Weiter heißt es in der Erklärung des Verwaltungsgerichts: „Die Sach- und Rechtslage ist [...] durch Schreiben der Stadt Essen an den FC Kray gekennzeichnet, in denen die Nutzung der Lautsprecheranlage sowie die Einflussnahme des Vereins auf die Besucher der Spiele Gegenstand sind.“ Übersetzt: Die Sport- und Bäderbetriebe Essen sind schuld daran, dass die Zuschauer bei den Heimspielen nicht mehr laut sein dürfen, damit die Ruhe der Anwohner nicht gestört wird.
Trotz mehrfacher Nachfrage RevierSports bei den Sport- und Bäderbetrieben wollten sich die Verantwortlichen zum aktuellen Stand allerdings nicht äußern. Sie verweisen auf eine Presseerklärung, die sie in Zusammenarbeit mit der Stadt am Donnerstag, spätestens aber am Freitag verschicken wollen. Nur so viel war zu hören: Alle Beteiligten seien darum bemüht, schnellstmöglich eine gütliche Einigung zu erzielen, die allen Seiten gerecht werde. Bleibt also nur noch abzuwarten, wie schnell die Mühlen der Stadt in diesem Fall mahlen. So lange wird die Stimmung bei den Heimspielen des FCK aber weiter leiden müssen.
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