Unsere Redaktion hat mit Krays Cheftrainer Michele Lepore über die Saison und die sportliche Zukunft gesprochen.
Michele Lepore, am vergangenen Wochenende gewann Ihre Mannschaft das Heimspiel gegen den Duisburger SV 1900 souverän mit 5:1. Worauf führen Sie dieses Ergebnis zurück? Meine Spieler haben einfach die taktischen Vorgaben hervorragend umgesetzt. Wir waren sehr gut auf den Gegner eingestellt und haben klar dominiert. Folglich kommt diese hohe Halbzeitführung (4:0, Anm. der Red.) zustande. Klar hast du dann Momente, wo du dann nachlässig wirst, aber das ist menschlich. Wichtig war, dass wir in der ersten Halbzeit so effektiv und konzentriert waren, dass wir im zweiten Durchgang nichts mehr zu befürchten hatten.
Am kommenden Wochenende kann Ihr Team im Falle eines Auswärtssieges im Lokalderby gegen den Tabellenzehnten Rellinghausen den Aufstieg in die Oberliga perfekt machen. Rellinghausen hat praktisch nichts mehr zu verlieren und wird befreit in das Spiel gehen können. Wie groß ist die Stolpergefahr? Dass wir den Aufstieg klarmachen können, wusste ich gar nicht (lacht). Nein, im Ernst: die ist auf alle Fälle vorhanden. Jedes Team, das gegen uns spielt, will maximale Leistung bringen. Da ist es völlig nebensächlich, auf welchem Tabellenplatz man sich befindet. Ich würde das als ,,Kray-Effekt" bezeichnen. Wir kennen Rellinghausen, wir treffen den ESC obendrein noch im Pokalfinale, es ist ein Derby - da kann alles passieren. Nichtsdestotrotz ist das natürlich eine Chance, die wir uns nicht entgehen lassen wollen. Glücklicherweise ist unsere personelle Situation sehr entspannt, wir haben keine Verletzten zu beklagen. Wir wollen an unsere gute Leistung von Sonntag anknüpfen und am Krausen Bäumchen drei Punkte holen.
Inwieweit beeinflusst diese Chance die Trainingsarbeit? Ist das schon tief in den Köpfen der Spielern verankert? Nein, die Spieler machen sich darüber glücklicherweise keine Gedanken. Sie gehen sehr professionell ans Werk und fokussieren sich nur auf das Spiel. Klar ist eine gewisse Vorfreude vorhanden, aber die ist einfach nur unserem Spaß am Fußball geschuldet. Wir freuen uns sehr auf das Spiel, ganz unabhängig vom etwaigen Aufstieg.
Sie haben vor einigen Wochen einen echten Transferhammer vermeldet: [article=419312]vom TuS Haltern wechselt Innenverteidiger Christoph Kasak an die Buderusstraße[/article]. Können Sie schon weitere Angaben zu potenziellen Neuzugängen machen? Nein, das spielt bei uns noch keine große Rolle. Generell läuft das nur über unseren sportlichen Leiter Hartmut Fahnenstich. Aber klar freuen wir uns auf Christoph, da er unsere Mannschaft in vielerlei Hinsicht bereichern wird. Aber um über Neuzugänge zu sprechen, ist es meiner Meinung nach noch etwas zu früh. Für mich stehen nur die restlichen vier Spiele im Vordergrund.
Bleiben Sie im Falle eines Oberliga-Aufstiegs dem Verein erhalten oder prüfen Sie derzeit weitere Optionen? Ich weiß gar nicht, warum ich so oft diese Frage gestellt bekomme (lacht). Ich stelle meine persönliche Zukunft auf jeden Fall in den Hintergrund, da es mir wichtiger ist, die Saison zu einem zufriedenstellenden Ende zu bringen. Wir spielen unwahrscheinlich oft gegen extrem tiefstehende Mannschaften, die mit elf Mann verteidigen. Daher investiere ich viel Zeit in die Spielvorbereitung und beschäftige mich nicht mit meiner Zukunft. Aber klar: ich fühle mich wohl in Kray, es macht mir Spaß, mit den Jungs zu arbeiten und mehr ist für mich momentan nicht von Bedeutung.
Autor: Ole Linder