Mit sieben Unentschieden sind die Herner zumindest in dieser Statistik Ligaspitze: Nur der SC Weitmar hat noch häufiger, nämlich insgesamt acht Mal, remis gespielt.
Starker Torwart rettet Punkt
So liegt der letzte Ligasieg der Fortunen nun auch schon eine Weile zurück. Am 22. Februar schlug die Mannschaft von Trainer Michele Di Bari die SG Wattenscheid 09 II auswärts mit 5:1 - und durchlebte danach eher dunkle als helle Bezirksligaspieltage. Auch gegen Stockum zeigte Herne keine gute Vorstellung und konnte sich am Ende vor allem beim stark parierenden Torhüter Maximilian Block und bei Stürmer Frederick Donkor-Glatzel, der nach 60 Spielminuten den 1:1-Endstand besorgte, bedanken. Paradoxerweise kletterte die Fortuna durch den einen Punkt sogar einen Platz in der Tabelle und ist nun Achter. "Die Spieler wissen nach 23 Saisonspielen eigentlich, was Woche für Woche auf sie zukommt. Die Welpenzeit ist vorbei", war Trainer Di Bari gleichwohl deutlich unzufrieden.
Die Herner hatten vor der Saison als Ziel ausgegeben, nichts mit dem Abstieg zu tun haben zu wollen. Diese Vorgabe werden sie nach aktuellem Stand wohl auch erreichen, doch nach starken Leistungen insbesondere im ersten Saisonteil wäre vielleicht mehr drin gewesen. "Wir müssen jetzt aber eher nach unten schielen als nach oben", warnt Di Bari. Neun Punkte beträgt noch das Polster auf den ersten Abstiegsplatz, doch die Herner sollten tunlichst mal wieder ein Spiel gewinnen. Aus den letzten sechs Ligabegegnungen sammelte die Di Bari-Elf nur ernüchternde vier Zähler ein. Die Vorgabe des Trainers für das nächste Heimspiel gegen den Polizei SV Bochum (Sonntag, 19. April, 15 Uhr) ist daher deutlich: "Es zählt kein gutes Spiel, sondern nur ein Sieg."