Torben Müsel musste nach einem guten Spiel und RWE-Sieg bei Arminia Bielefeld (2:1) wenige Tage später gegen die Spielvereinigung Unterhaching mit einem Bankplatz Vorlieb nehmen.
Er kam nach rund 70 Minuten ins Spiel und erlöste per feinem 20-Meter-Schlenzer Rot-Weiss Essen. Er besorgte das 1:1 und dabei blieb es letztendlich auch.
Nach dem Spiel sprach der 25-jährige Mittelfeldspieler über das Remis, seinen Bankplatz, die Tabellensituation und seinen Rücken.
Torben Müsel über...
... das 1:1-Unentschieden gegen Unterhaching: "Um ehrlich zu sein, ärgere ich mich generell über das Spiel. In den ersten 30 Minuten waren wir gar nicht im Spiel. Wir haben dem Gegner auf diesem schlechten Platz Räume und Umschaltmomente gewährt, die wir eigentlich verhindern wollten. Wir haben teilweise Chancen zugelassen, wo Unterhaching eigentlich schon viel früher den Sack hätte zumachen müssen. In der zweiten Halbzeit hat man dann gesehen, wie viel Power sich hier an der Hafenstraße entwickeln kann. Trotzdem ärgere ich mich über das Ergebnis."
... den rot-weissen Chancenwucher: "Vor zwei Wochen gegen Hannover war gefühlt jeder Ball drin, gegen Unterhaching war es jetzt andersherum. Gefühlt hatte auch jeder eine Chance, ein Tor zu schießen. Aber das hat nicht geklappt. Normalerweise muss man sagen, dass das Spiel 7:6 für uns ausgehen kann. Beide Seiten hatten einige Chancen."
... seinen Bankplatz: "Natürlich war ich nicht positiv gestimmt, als ich am Donnerstag erfahren habe, dass ich nicht zur Startelf gehören werde. Aber, klar: Da muss man auch verärgert sein. Sonst wäre ich kein Fußballer geworden. Der Trainer erklärte es mir so, dass er ein bisschen mehr Schnelligkeit in der Offensive haben wollte. Das muss man dann so hinnehmen und akzeptieren. Das ist schließlich die Entscheidung vom Trainer. Als ich reinkam, habe ich versucht, viel Power reinzubringen und Mannschaft sowie Fans mitzunehmen. Zum Glück ist mir dann auch das Tor gelungen."
... die Halbzeit-Ansprache von Uwe Koschinat: "Der Trainer war sauer, klar. Wir waren auch mit der Halbzeit nicht zufrieden. Deshalb ist es auch gut, dass er uns ein paar Takte gesagt hat. Dann hat man zur zweiten Halbzeit auch eine andere Mannschaft gesehen."
... die Tabellensituation: "Ich hoffe natürlich, dass wir uns da unten absetzen können. Man schaut immer wieder auf die Tabelle. Aber da sieht man auch, dass die 3. Liga verrückt ist. Das weiß auch jeder mittlerweile. Ob zuhause oder auswärts: Wir wollen jedes Spiel gewinnen - so gehen wir auch in jede Partie rein."
.. sein Fehlen im Trainingslager und die Rückenverletzung: "Natürlich fehlt so ein Trainingslager. Die ganzen Abläufe, die ein neuer Trainer mitgibt, das Zusammensein mit der Mannschaft: das fehlt alles. Ich musste dann zuhause im Fitnessstudio arbeiten. Aber jetzt geht es mir gut. Die Problematik war, dass ein Nerv im Rücken Probleme gemacht hat. Wir haben das zunächst konservativ behandelt, aber das hat nicht geholfen. Dann habe ich mich spritzen lassen und diese Spritze hat gewirkt. Ich bin kein Freund von Spritzen, deshalb wollten wir das erst einmal konservativ behandeln. Aber im Nachhinein ist man bekanntlich immer schlauer."
... das nächste Spiel beim SV Wehen Wiesbaden: "Wenn ich mich ans Hinspiel erinnere, dann habe ich keine guten Erinnerungen. Wir müssen jetzt regenerieren, uns in der Woche gut vorbereiten und selbstbewusst nach Wiesbaden fahren."