Der Kontrollausschuss hätte normalerweise alleine für das unerlaubte Eindringen der Zuschauer auf das Spielfeld eine Strafe von 30.000 Euro beim Sportgericht beantragt.
Weil Fortuna Düsseldorf allerdings zahlreiche Täter ermittelte, reduzierte sich die Summe gemäß Richtlinie für die Arbeit des Kontrollausschusses um 75 Prozent. Dies teilte der Verband am Freitag mit.
Vor und während des Zweitligaspiels gegen den 1. FC Kaiserslautern am 11. November 2022 zündeten Düsseldorfer Zuschauer 19 Bengalische Feuer und Rauchbomben.
Zudem wurden mindestens zehn Feuerzeuge und Getränkebecher auf das Spielfeld geworfen. 15 Anhänger sprangen nach der Ausführung eines Elfmeters für die Gäste in den Innenraum, liefen Richtung Spielfeld und beschädigten Werbebanden. Einige von ihnen liefen auf den Rasen und lieferten sich ein kurzes Wortgefecht mit Spielern. Der Verein hat dem Urteil zugestimmt, es ist damit rechtskräftig.
Fortuna Düsseldorf hat sich zum Kredo gesetzt, immer den Dialog zu suchen und Vorkommnisse nach dem Einzelfallprinzip zu verfolgen. Dies wird auch in Zukunft weiter so gelebt. Gespräche mit der organisierten Fanszene sind bereits terminiert und werden nun weiter intensiviert.
Alexander Jobst
Am Samstagabend (20.30 Uhr) empfängt Fortuna Düsseldorf den 1. FC Heidenheim. Da können die Fans gleich mal zeigen, dass sie aus ihren Fehlern gelernt haben und das "Zündeln" sein lassen. Das wäre auch für die Vereinskasse ihrer Fortuna von Vorteil.
Alexander Jobst, Fortuna Düsseldorfs Vorstandsvorsitzender sagt: "Hier wurde von einzelnen Personen eine klare Grenze überschritten und dieses Verhalten verurteilen wir scharf. Das entspricht nicht den Werten der Fortuna. Im Nachgang zu diesem Vorfall übernahm die Gruppe „Ultras Düsseldorf“ Verantwortung für diese Vergehen und entschuldigte sich im Rahmen der Mitgliederversammlung des Vereins. Der Verein hat die Entschuldigung angenommen und die Art des öffentlichen Statements sehr positiv wahrgenommen. Fortuna Düsseldorf hat sich zum Kredo gesetzt, immer den Dialog zu suchen und Vorkommnisse nach dem Einzelfallprinzip zu verfolgen. Dies wird auch in Zukunft weiter so gelebt. Gespräche mit der organsierten Fanszene sind bereits terminiert und werden nun weiter intensiviert." wozi mit dpa