Zweimal in Serie feierte der VfL Bochum in der Fußball-Bundesliga den Klassenerhalt. Es ist ein Weg, den der 1. FC Heidenheim sicherlich auch gerne gehen würde - der nach dem erstmaligen Aufstieg ins Oberhaus am Ende der Vorsaison aber noch ein ziemlich langer ist.
Große Akklimatisierungsprobleme scheint die Mannschaft von Kult-Trainer Frank Schmidt jedenfalls nicht zu beklagen. Nach drei Saisonsiegen gegen Werder Bremen, Union Berlin und den VfB Stuttgart sowie einem achtbaren Remis gegen Borussia Dortmund stehen die Heidenheimer vor dem Heimspiel gegen Bochum am Sonntag (15.30 Uhr, RS-Liveticker) drei Punkte über dem Relegationsrang - und einen über dem VfL - auf dem 13. Rang.
Erstmals treffen Bochum und der FCH in einer Bundesliga-Partie aufeinander. Bislang gab es das Duell nur im Unterhaus und einmal im DFB-Pokal. In der jüngeren Vergangenheit lief es für den VfL richtig gut: Fünf Siege in Serie gelangen dem Revierklub gegen Heidenheim, eine derart positive Bilanz dürfte er gegen kaum ein anderes Team vorweisen.
Ebenso eindrucksvoll: das Torverhältnis von 8:0 aus den vergangenen drei Partien. Zuletzt gab es das Duell in der Endphase der Saison 2020/21. Robert Tesche brachte den VfL in der Voith-Arena in Führung (33.), anschließend mussten die mitgereisten Bochumer zittern - ehe Herbert Bockhorn in der Schlussphase das erlösende 2:0 erzielte.
Es war ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Aufstieg, den die Heidenheimer zwei Jahre später ebenfalls realisieren konnten. Nun steht das Wiedersehen an, und es steht ganz im Zeichen des Abstiegskampfes.
Gleich drei Partien gegen direkte Konkurrenten absolvierten die Bochumer zuletzt, holten Remis gegen den 1. FC Köln und Mainz 05 und einen Sieg bei Darmstadt 98. Auch Heidenheim feierte zwei der drei Saisonsiege gegen mögliche Rivalen im Rennen um den Klassenerhalt (Werder Bremen, Union Berlin).
Ob am Wochenende der vierte folgt? Die Bilanz gegen den VfL aus letzten Duellen dürfte jedenfalls nicht als Mutmacher dienen.