Nach der Saison ging es nach Kanada, von dort in die Schweiz, dann nach Deutschland. Am Dienstag fliegt er mit dem VfL nach Japan, unmittelbar nach dem Karlsruhe-Spiel ist er schon wieder auf dem Weg nach Toronto, wo das Nationalteam am 20. August sein erstes WM-Qualifikationsspiel gegen Jamaika bestreitet.
Und auch in den nächsten Monaten geht es munter weiter, schließlich spielt Kanada in einer Gruppe mit Mexiko und Honduras. Imhof: „Nach dem Match gegen Jamaika sind es in diesem Jahr noch zwei weitere Duelle. Das ist natürlich Stress pur, trotzdem freue ich mich auf Japan.“ Aber ist die Vielfliegerei nicht Gift für seinen immer wieder arg in Mitleidenschaft gezogenen Rücken? Imhof, der auch in den letzten Tagen wieder die alten Probleme spürte: „Diesmal weiß ich ja, woher es kommt. Nach dem harten Training ist meine Muskulatur überlastet.“ Dann fügt der 30-Jährige mit einem Schmunzeln hinzu: „Ich werde auch nicht jünger.“
Dafür aber Jahr für Jahr immer wertvoller für sein Team. Trotz des großen Konkurrenzkampfes hatte der Kanadier vor einigen Wochen erklärt: „Ich habe mich immer durchgesetzt.“ Als Trainer Marcel Koller gestern gegen den FC Valencia erstmals einen richtigen Einblick in seine mögliche Stammformation gewährte, da stand Imhof auf der Sechserposition innerhalb der Raute. Doch der Routinier will das nicht überbewerten: „Ich habe mir angewöhnt, den Moment zu leben, schaue nie mehr auf das übernächste Spiel und bin sehr wachsam, denn bei unserem Kader kann man sich schlechte Leistungen nicht mehr erlauben.“
Nach dem bisherigen Verlauf der Vorbereitung ist der Mittelfeldler sicher: „Auch wenn bisher noch nicht alles rund lief, richtig ernst wird es erst in zwei Wochen. In Münster werden wir hellwach sein.“ Und ein guter Saisonstart würde nicht nur Koller, sondern auch den kanadischen Coach Dale Mitchell erfreuen, nachdem Imhof wegen einer Gesichtsverletzung im Juni alle Länderspieleinladungen absagen musste. Imhof: „Jetzt fühle ich mich aber fit, wobei der VfL natürlich im Vordergrund steht.“