Noch schlimmer, dass Cola- und Bierflaschen auf den Rasen flogen. Linksverteidiger Martin Meichelbeck: "Da hört der Spaß auf. Schiedsrichter Stefan Trautmann hat gesagt, fliegt noch ein Gegenstand, breche ich die Partie ab." Auf jeden Fall erreichten die kroatischen Randalierer mit der von ihnen verursachten siebenminütigen Unterbrechung, dass der VfL nach einer 3:0-Führung innerhalb von nur sechs Minuten den Ausgleich hinnehmen musste.
Vor der Unterbrechung hatte der VfL Bochum den Wunsch seines Coaches Koller ("ohne Gekas müssen sich die Treffer auf viele Schultern verteilen") eins zu eins umgesetzt – drei Treffer, drei verschiedene Torschützen. Koller: "Ein Stanislaw Sestak, ein Joel Epalle oder auch Tommy Bechmann und Marcin Mieciel werden die Gekas-Lücke schließen."
Aber vielleicht trifft ja auch Christoph Dabrowski. Der defensive Mittelfeldspieler unterstrich erneut seine Kopfballstärke und traf zum 2:0 und 4:3 jeweils mit der Stirn. Koller bilanzierte: "Für die Zuschauer war es eine interessante Begegnung. Natürlich sah man die fehlende Spritzigkeit, aber wenn die Neuen erst einmal komplett integriert sind, bin ich überzeugt, dass wir eine gute Mannschaft haben."
Mit Heinrich Schmidtgal bekam ein Kicker sogar ein Extralob des Trainers: "Er hat sich in den ersten Wochen richtig reingehängt, unglaublich gefightet und jetzt auch ein richtig gutes Spiel gemacht."
VfL: Lastuvka – Concha (80. Nimptsch), Maltritz, Drsek (46. Yahia), Meichelbeck (46. Bönig) – Pfertzel (46. Ilicevic), Dabrowski, Schmidtgal, Grote (65. Zdebel) – Sestak (77. Mieciel), Epalle (70. Bechmann) Tore: 0:1 Sestak (13.), 0:2 Dabrowski (21.), 0:3 Epalle (22.), 1:3 Rukavina (30., Foulelfmeter), 2:3 Kalinic (33.), 3:3 Rukavina (36.), 3:4 Dabrowski (38.), 3:5 Bechmann (72.), 4:5 Kalinic (73.)