25.05.2018

Düsseldorf II

Daumen drücken für KFC - Schalke als Warnung

Foto: privat

Das 1:0 des KFC Uerdingen gegen den SV Waldhof Mannheim erfreute auch all die, die es mit der Reserve von Fortuna Düsseldorf halten.

Der Grund liegt auf der Hand: Sollte Uerdingen die Aufstiegsrelegation zur 3. Liga erfolgreich meistern, würde Fortuna Düsseldorf II auch in der Saison 2018/19 in der Regionalliga West spielen. Und das trotz des sportlichen Abstiegs.

Nico Michaty, der die Fortuna-Zweitvertretung ab dem 1. Juli als Trainer übernehmen wird, drückt dem KFC aktuell aus der Ferne die Daumen. "Ich bin in den USA auf Motorrad-Tour. Das Spiel gegen Mannheim habe ich im RevierSport-Liveticker verfolgt. Das Daumendrücken, hat sich gelohnt. Aber es sind erst 90 Minuten gespielt. Am Sonntag muss Uerdingen noch in Mannheim bestehen", sagt Michaty. Dieser wird dann wohl wieder vor dem Liveticker sitzen.

Kader hängt von Liga-Zugehörigkeit ab

Mit welchem Kader der 44-jährige Michaty mit der Fortuna in die neue Saison gehen wird, hängt auch von der Liga-Zugehörigkeit ab. Ein Beispiel: Leander Goralski. Der Abwehrspieler ist nach einer Ausleihe vom FC Viktoria Köln in die Landeshauptstadt zurückgekehrt. Sollte Düsseldorfs U23 aber in die Oberliga absteigen, dürfte ein Goralski-Verbleib nur schwer zu realisieren sein. Die Oberliga ist für viele Spieler unattraktiv.

Und: Dass es kein Spaziergang ist in die Regionalliga zurückzukehren, beweist das Beispiel des FC Schalke 04. Die Gelsenkirchener waren 2016/17 abgestiegen und wollten auf Teufel komm raus diesen Betriebsunfall schnell reparieren. Dies misslang S04. Trotz eines Millionen-Etats, einem teuren Kader - für Oberliga-Verhältnisse - und hoch professionellen Bedingungen erwiesen sich Klubs wie ASC Dortmund, Kaan-Marienborn, Lippstadt oder Hamm zu stark für Schalke. Den Gang in die Oberliga würde auch Düsseldorf gerne vermeiden. Da lohnt sich das Daumen drücken - auch aus den USA.

Autor: Krystian Wozniak

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