Bester Kieler Werfer war Kim Andersson mit zehn Toren, bei Nordhorn überzeugte Bjarte Myrhol mit elf Treffern. In den Halbfinals bekamen die Bundesligisten bei der mit 60.000 Euro dotierten Europameisterschaft für Vereinsmannschaften deutlich ihre Grenzen aufgezeigt. Kiel unterlag in der Neuauflage des Champions-League-Endspiels gegen den spanischen Top-Klub Ciudad Real 24:31 (11:14), Nordhorn war gegen Gastgeber MKB Veszprem beim 30:39 (14:20) chancenlos.
"Ciudad war der richtige Gegner, um unsere Schwachstellen zu offenbaren", sagte Nationalspieler Dominik Klein: "Wir müssen die vielen Fehler, die wir vor allem im Angriff gemacht haben, analysieren." Rekordmeister Kiel hielt gegen den Champions-League-Gewinner nur bis kurz vor der Halbzeit mit. Danach scheiterten sie mehrfach an Ciudad-Torwart Arpad Sterbik, und die Spanier setzten sich immer weiter ab. "Das war noch kein Champions-League-Spiel. Bis wir international starten, haben wir aber noch viel Arbeit", meinte Trainer Gislasson, der auf Welthandballer Nikola Karabatic (Ellbogenverletzung) und Weltmeister Christian Zeitz (gesperrt) verzichten musste.
Nordhorn wurde von Pokalsieger-Cup-Gewinner Veszprem eine Lehrstunde erteilt. Die HSG, die für den vierten Rang 5.000 Euro erhielt, lag zwischenzeitlich mit 14 Treffern zurück. "Uns hat die Durchschlagskraft gefehlt, die Ungarn haben auch in dieser Höhe verdient gewonnen", sagte Nordhorns Trainer Ola Lindgren.