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Green beendet Audis DTM-Siegesserie
Schumacher scheidet aus

DTM: Green beendet Audis Siegesserie
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Die bisherige Audi-Siegesserie in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft (DTM) ist gerissen. Der Brite Jamie Green feierte beim dritten Saisonrennen in Mugello/Italien seinen insgesamt dritten DTM-Erfolg. Zweiter wurde Greens Landsmann Paul di Resta, der einen Doppelsieg für die Silberpfeile perfekt machte.

Bester Audi-Pilot war der siebenmalige Le-Mans-Gewinner Tom Kristensen (Dänemark) auf Position drei. Dahinter belegte der viermalige DTM-Champion Bernd Schneider (St. Ingbert) in einem weiteren Mercedes den vierten Platz. Titelverteidiger Mattias Ekström (Schweden) wurde im Audi Sechster. Einen schwarzen Tag erlebten die Audi-Asse und Publikumsmagnet Ralf Schumacher. Timo Scheider (Braubach), nach dem ersten DTM-Sieg vor zwei Wochen in Oschersleben der Mann der Stunde, büßte schnell alle Chancen ein. Der 29-Jährige wurde wegen eines Frühstarts mit einer Durchfahrtsstrafe belegt und fiel deshalb mit seinem Audi A4 von seiner Pole Position zunächst ans Ende des Feldes zurück. Die Aufholjagd Scheiders endete auf Platz zehn, damit ging er erstmals in dieser Saison leer aus.

Dennoch behauptete Scheider mit 18 Punkten die Führung in der Gesamtwertung. Allerdings schmolz sein Vorsprung auf Green auf nur noch einen Zähler zusammen. Pech hatte auch Scheiders Teamkollege Martin Tomczyk (Rosenheim), der als Meisterschafts-Zweiter nach Mugello gekommen war. Eine frühe Kollision warf den Audi-Piloten jedoch aus der Bahn, mehr als Rang 17 war diesmal nicht drin.

Im DTM-Klassement fiel Tomczyk mit 12 Punkten hinter Ekström (14), der in Hockenheim den Saisonauftakt gewonnen hatte, und di Resta (13) auf den fünften Platz zurück. Das nächste DTM-Rennen findet in 14 Tagen auf dem EuroSpeedway Lausitz statt. Nichts zu lachen hatte Mercedes-Neuling Ralf Schumacher, der in seiner jungen DTM-Karriere erstmals nicht ins Ziel kam. Nach einer Kollision in der ersten Runde musste der ehemalige Formel-1-Pilot seine "gebrauchte" C-Klasse in der Box abstellen. "Das war ein Überholversuch, der leider misslungen ist", sagte "Schumi II" gefasst.

Der prominenteste DTM-Pilot hatte den Start verpatzt und war vom 13. auf den 17. Rang zurückgefallen. "Das war ein schlechter Beginn", sagte der 32-Jährige. In seinem ersten DTM-Rennen in Hockenheim hatte Ralf Schumacher den 14. Platz belegt, aber in Oschersleben schaffte er als Zehnter den Sprung unter die Top Ten.

Spannend geht es in der DTM auch abseits der Rennstrecke zu. Nach den Gerüchten um einen DTM-Einstieg von Toyota-Tochter Lexus gab es kürzlich von Seiten der DTM-Dachorganisation ITR auch Gespräche mit BMW und Citroen. Offenbar zeigen vor allem die Franzosen großes Interesse an Europas populärster Tourenwagenserie. Eine Delegation um Sportdirektor Olivier Quesnel besuchte das Auftaktrennen in Hockenheim und zeigte sich beeindruckt vom Marketing-Auftritt, dem großen Zuschauerzuspruch und der Medienpräsenz. Mit dem neuen C5 habe man laut Quesnel zudem ein Auto, das auf dem Automobilmarkt gegen den Audi A4 und die Mercedes-Benz-C-Klasse antritt. Also müsse man sich das schon genauer anschauen, meinte der Franzose, dessen Arbeitgeber Citroen sich in der Rallye-WM mit einem dreistelligen Millionenbetrag engagiert. In der DTM liegt der Etat für einen Automobilhersteller bei etwa 40 Millionen Euro pro Jahr.

Nach sid-Informationen hat Citroen bereits eine DTM-Studie auf Basis des neuen C5 entworfen und will damit möglicherweise schon 2009 einsteigen. Von offizieller Seite werden Gespräche bestätigt, Einzelheiten aber nicht genannt. Die Tür stehe jedem offen, und auch über ein neues Reglement ab 2010 könne man gemeinsam diskutieren, sagte ein ITR-Vorstandsmitglied dem sid.

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