Herr Silberbach, heute kommt es zum Spitzenspiel gegen Dortmund. Warum wurde das Match auf diesen eher ungewöhnlichen Tag vorverlegt?
Das ist ein Feldversuch. Herbede hatte noch nie ein Flutlichtspiel und da der Feiertag vor der Tür steht, ist es ein guter Grund, das zu testen. Mit wieviel Zuschauern rechnen Sie? Der ASC bringt immer viele Fans mit. Ich hoffe, dass unsere Anhänger dagegenhalten werden. In Sprockhövel haben sie uns fantastisch unterstützt. Wenn am Ende 700 Besucher kommen, ist der Versuch geglückt. Wie schätzen Sie den Gegner ein?
Der ASC ist eine technisch sehr versierte Truppe. Viele junge Leute, gemischt mit ein, zwei Routiniers sind eine gefährliche Mischung. Zudem haben sie mit Hannes Wolf jemanden, der ständig auf sein Tor lauert. Wenn er im Ballbesitz ist, wird es brandgefährlich. Er ist mit Kornharpens Sebastian Janas vergleichbar, auch wenn er noch einen Tick gefährlicher ist.
Nehmen Sie den Spielertrainer in Manndeckung? Nein, diesen Fehler werden wir nicht machen. Wir übergeben in der Viererkette wie gewohnt. Wäre der Aufstieg für den SV realisierbar? Darüber habe ich mir noch gar keine Gedanken gemacht. Wenn wir zum Ende des Jahres in der Spitzengruppe sein sollten, dann müssen wir uns damit beschäftigen. Dann geht es aber nur in Verbindung mit der Stadt. Zudem sollten wir abwarten, ob die hohen und strengen Auflagen aufrecht erhalten bleiben. Ich denke nicht, dass wenn der Verband eine Saison Erfahrung gesammelt hat, die Anforderungen noch so hoch gehalten werden.
Warum nicht? Die Zuschauerzahlen haben leider rapide abgenommen. Und es ist zum Glück auch kein Theater auf den Plätzen. Die Auflagen sind in meinen Augen nicht notwendig. Außerdem darf man es den kleinen Vereinen nicht verwehren, nur weil keine korrekte Infrastruktur vorhanden ist, aufzusteigen. Da der Verband ja hinter seinen Clubs steht, wird es wohl auch einige Änderungen geben. Also beschäftigen Sie sich doch mit der NRW-Liga? Natürlich bin ich hier angetreten, um etwas aufzubauen. Die harte Arbeit machen wir ja nicht, um irgendwo herum zu dümpeln. Aber über den konkreten Sprung nach oben gibt es noch keine Diskussionen.