Was Radojewski und sein spielender Assistent Björn Mehnert vorhaben, verrät der neue Linien-Chef im RS-Interview.
Peter Radojewski, wie fühlt man sich als Cheftrainer? Bis jetzt ganz gut, aber es ist ja auch noch nicht losgegangen.
Und nach dem Start wollen Sie direkt hoch hinaus? Na ja, am 13. Juli gehen wir auf jeden Fall in einen Hochseilgarten in Wuppertal-Elberfeld. Ich hoffe, dass wir auch komplett wieder rauskommen. Ich möchte, dass das Team wieder zusammenwächst, mit einem Kreis vor dem Anpfiff und Musik in der Kabine. Wichtig ist, dass die Jungs locker an die Aufgaben herangehen.
Welche Rolle soll Ihr Assistent Björn Mehnert dabei spielen? Er soll mein verlängerter Arm auf dem Feld sein. Björn ist ein positiver Mensch, der mit Jean-Louis Tavarez, Lars Marten und Matthias Rahmann die jungen Leute führen soll. Schließlich haben wir zwölf Akteure zwischen 18 und 20 Jahren dabei.
Und Marc Narewsky, den Sie trotz seiner 29 Jahre nicht bei den Leitwölfen aufgezählt haben... Zunächst einmal müssen wir abwarten, ob er am Samstag erscheint. Wenn dies der Fall sein sollte und er die Aufgabe gewissenhaft angeht, ist er ein Teil des Teams. Allerdings möchte ich keinen Unruheherd in der Mannschaft haben.
Ist Ihr Kader mit 16 Feldspielern und zwei Torhütern schon dicht? Es hängt davon ab, ob noch weitere Akteure von oben dazu kommen. Es gibt richtig viele Anfragen von jungen Kickern, die wir momentan abblocken. Sobald geklärt ist, ob wir mit Leuten aus der Drittliga-Truppe planen müssen, könnten wir sehr kurzfristig auf dem Transfermarkt tätig werden. Welche Ziele verfolgen Sie in der kommenden Saison? Wir müssen daran arbeiten, dass wir im oberen Drittel dabei sind, schließlich wollen wir dem Verein etwas geben. Daher ist auch noch kein Trainingslager geplant. Das wollen wir uns erst verdienen, vielleicht klappt es dann im Winter.
Das Leistungs-Prinzip gilt auch auf anderer Ebene... Stimmt! Derzeit haben wir fünf Einheiten pro Woche angesetzt. Bei guten Leistungen können die aber auch ganz schnell reduziert werden. Und wann rückt der erste Akteur nach oben? Natürlich wollen alle zu Christoph John. Man muss abwarten, wie schnell das funktioniert. Die Niederrheinliga ist so gut bestückt, dass die Jungs permanent gefordert sein werden. Daher muss man erstmal abwarten, ob unser Abstieg in die sechste Klasse überhaupt ein Nachteil war. Denn sonst hätten sicherlich nicht so viele Junge die Chance bekommen.