Ein Sieg, ein Remis sowie eine Niederlage - so lautet die durchschnittliche Bilanz des ambitionierten Westfalenligisten aus Herne. Keine schlechte Ausbeute, zumal die Verfolger zuletzt regelmäßig patzten. Doch das Spiel seiner Mannschaft bereitet Westfalia-Trainer Christian Knappmann derzeit Sorgen. Nach der überraschenden Niederlage bei Aufsteiger SC Neheim (1:2) fand der Linienchef deutliche Worte. "Wir können mit dieser Leistung einfach nicht zufrieden sein. Das war sowohl gegen Lennestadt (2:1) als auch Neheim zu pomadig. Gegen Iserlohn war es gut, aber dort haben wir zu wenig Punkte eingefahren", monierte Knappmann.
Ein Grund für den kleinen Durchhänger ist die Verletzungsmisere. Neben der Torwartproblematik, die durch die vorzeitige, verletzungsbedingte Auswechslung von Pascal Königs in Neheim um ein weiteres Kapitel reicher ist, war vor dem Duell im Sauerland auch Top-Torjäger Fatmir Ferati angeschlagen, was sich maßgeblich auf dessen Leistung auswirkte. "Fatmir sollte nur im äußersten Notfall spielen. Er konnte die ganze Woche mit einer Verhärtung im Oberschenkel nicht trainieren", berichtete der Coach. "Was dabei rauskam, haben wir ja gesehen. Das Niveau der Leistung hat sich der Verletzung angepasst. Da kann man Fatmir aber auch keinen Vorwurf machen. Er hat sich in den Dienst der Mannschaft gestellt", fügte der Ex-Profi an.
Den Kredit, den der 15-fache Torschütze zur Zeit bei seinem Trainer genießt, gewährt Knappmann allerdings nicht mehr jedem seiner Schützlinge. So betonte er nach der 1:2-Pleite in Neheim gegenüber RevierSport: "Wir werden nächste Woche die nötigen Mittel finden, eine Mannschaft auf den Platz zu stellen, die das Spiel gewinnt. Dabei haben sich einige ihre Boni verspielt. Das muss man ganz klar sagen", erklärte der Westfalia-Coach.