„Das war ein richtiger Schlag in die Fresse“, sagte Wuppertals Trainer Alexander Voigt nach der Last-Minute-Pleite gegen Rot-Weiss Essen und konnte sich nur wiederholen: „Heute und morgen bringt die Moral nichts. Wenn du so ein Tor kriegst, dann ist das wirklich ein Schlag in die Fresse.“
Der Trainer konnte bei nüchterner Betrachtung dennoch einiges Positives aus der Niederlage mitnehmen: „Fakt ist, wir haben ein gutes Spiel gemacht, das lasse ich mir auch nicht zerreden. Jede Mannschaft spielt so, wie sie es kann. Bei uns geht das über die Laufbereitschaft über den Kampf, über Organisation, weil es fußballerisch noch nicht so läuft, wie wir es gerne hätten. Wir haben den Zuschauern gezeigt, dass die Jungs leben, dass sie für den Verein kämpfen.“
Nach dem späten Nackenschlag heißt es dennoch „Aufbauarbeit leisten“, wie es der WSV-Trainer nannte. Glaubt man den Worten seines Stürmers Gianluca Marzullo wird diese nicht mal sonderlich nötig sein.
[spm_gallery]{"gallery_id":"8474","matchday":"1","relay":"","src":"836540","season":"10"}[/spm_gallery]
„Wir können hier erhobenen Hauptes raus gehen aus dem Spiel. Klar ist es am Ende sehr, sehr bitter für uns. Wir haben mutig gespielt, wir haben die Zweikämpfe angenommen und endlich mal das gemacht, was wir eigentlich können, nur lange nicht abgerufen haben“, erklärt der Torschütze zum 1:0 im Gespräch mit RevierSport und betont: „Dieses Spiel muss uns Mut geben. Es zeigt, dass wir es können, dass wir eine Mannschaft wie Rot-Weiss Essen mit dem zehnfachen Etat an den Rand einer Niederlage treiben können.“
Bereits nächste Woche bei den Sportfreunden Lotte hat der Wuppertaler SV die nächste Gelegenheit die Sieglos-Serie zu stoppen. „Wenn wir es schaffen, diese Leistung, wovon ich auch hundertprozentig überzeugt bin, in Lotte auf den Platz zu bringen, wird das Glück zu uns zurückkommen. Dann werden wir wieder punkten“, ist sich Marzullo sicher. An diesem Sonntag war sein Team nah dran.