Ein leichtes Grinsen fand man dann am Ende doch noch im Gesicht des gebürtigen Esseners. Ob es der abgefallene Druck ist, dass ein durchwachsenes Jahr beendet ist? Eher nicht. "Ich bereue es definitiv nicht, sonst würde ich nicht so glücklich hier stehen", so der Kommentar des 26-Jährigen.
Natürlich glücklich über seine Situation, nicht über die Finalniederlage: "Wenn man verloren hat, ist man nie zufrieden. Wir haben uns in der zweiten Halbzeit nicht für den Aufwand belohnt. Ein Tor hätten wir uns verdient, dann wären wir vielleicht auch noch einmal rangekommen." Nichtsdestotrotz gibt es auch für Brauer etwas Positives, was er mit seinen Kollegen mit in den anstehenden Urlaub nehmen kann: "Wir haben einen guten Fight abgeliefert und im Großen und Ganzen alles gegeben."
Am Ende kann der defensive Mittelfeldspieler auf insgesamt 30 Saisoneinsätze zurückblicken, ein Tor gelang ihm allerdings nur im ersten Saisonspiel gegen den SC Wiedenbrück. Von seinem Formtief aus der Hinrunde hat sich Brauer allerdings definitiv erholt und wurde zu einem entscheidenden Faktor in der zweitbesten Rückrunden-Defensive der Regionalliga: "Ich habe von Anfang an gesagt, dass ich nicht der Heilsbringer bin. Ich bin nicht der Typ, der 20 Tore schießt, sondern einer, der mit Arbeit vorangeht. Die Rückrunde war ordentlich, aber besser geht immer."
Und die 17.000 Zuschauer beim Finale im Stadion Essen haben zusätzlich gezeigt, was an der Hafenstraße möglich ist. Zumindest abseits der Pyrotechnik: "Da kann man jedem einzelnen Fan nur ein Kompliment machen, was die da abgerissen haben. Dafür lohnt es sich, den Arsch aufzureißen." Dann gibt es im neuen Jahr vielleicht auch öfter Gründe für ein freudestrahlendes Gesicht.