Nach einem 0:1 Sieg bei Germania Dattelfeld bleibt die SG Wattenscheid 09 auch nach dem siebten Spieltag Tabellenführer der NRW Liga und weiterhin ungeschlagen. Lange Zeit sah es für die Elf von Trainer Dirk Helmig jedoch nicht danach aus, obwohl man nach einer roten Karte für den Dattenfelder Kamil Niewiadomski mehr als 20 Minuten in Überzahl spielte. Erst sieben Minuten vor dem Ende wurde Ozan Yilmaz von Patrick Kaesberg im Strafraum gelegt. Den fälligen Strafstoß verwandelte Farat Toku sicher.
Verfolger Westfalia Herne hat sich eine Woche nach der Pleite bei der SG 09 den Frust von der Seele geschossen. Gegen den SV Schermbeck sorgte das Team von Christoph Schlebach für klare Verhältnisse und ging durch Treffer von Barton, Behrend und Tahiri in Führung. Schermbeck kam zwar noch einmal durch einen Treffer des zuvor eingewechselten Pfände heran, doch spätestens nach dem zweiten Treffer von Behrend in der 77. Minute war das Spiel entschieden. "In der ersten Viertelstunde waren wir gar nicht im Spiel. Das Führungstor gab der Mannschaft Sicherheit, dann hat sie ihre Qualität gezeigt und in Tore umgemünzt. Es war ein hochverdienter Sieg", gab Schlebach nach der Partie zu Protokoll.
Auch der ETB SW Essen hält weiterhin Anschluss an die Spitzengruppe. Im direkten Aufeinandertreffen mit dem Tabellennachbar schubsten die Essener den Delbrücker SC zwei Platz hinab. Der glücklichste Mann des Tages war Abdou-Nassirou Ouro-Akpo. Der frisch gebackende Vater erzielte den 2:1-Siegtreffer drei Minuten vor dem Ende. ETB-Trainer Klaus Berge kritiserte dennoch die fehlende Konsequenz im Offensivspiel. "Wir sind noch nicht in der Lage, eine Mannschaft auszuspielen. In der zweiten Halbzeit war Delbrück spielerisch besser als wir. Wir müssen uns schon steigern und weiterentwickeln."
Den ersten Punkt konnte die Hammer Spvgg bei Fortuna Köln verbuchen. Trotz der Feldüberlegenheit der Gastgeber hatten die Hammer in der 64.Minute die beste Möglichkeit, doch Igor Stojkoskis vergab alleinstehend. "Unter dem Strich war sicher mehr drin. Aber für die Moral war der Zähler dringend notwendig. Daher war es ein sehr wichtiger Schritt", erklärte Hammer-Coach Rene Hecker.
Die Reserve von Alemannia Aachen fuhr bereits am Samstag den ersten, fulminanten, Heimsieg ein. Fünf Tore schenkte man der zweiten Mannschaft von Arminia Bielefeld ein und kletterte in der Tabelle bis auf Platz fünf. "Meine Truppe hat heute richtig gut gespielt und positive Zeichen gesetzt", freute sich Aachens Trainer Eric van der Luer über den Sieg. Einziger Wehrmutstropfen war die Verletzung von Faton Popova, der sich einen Kreuzbandriss zuzog und somit länger ausfallen wird.