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WSV U19: Del Cueto zwischen EM und Abstiegskampf
"Wollen auch mal Schalke schlagen"

WSV U19: Del Cueto zwischen EM und Abstiegskampf
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Als Alfonso del Cuetos Flieger aus Bilbao in Deutschland landete, da wusste Wuppertals U19-Coach genau, dass er eine großartige Saison hinter sich hat. Was mit dem Aufstieg seiner U19 in die Bundesliga begann, endete mit einem nie für möglich gehaltenen EM-Ausklang. "Es hat alles gepasst", grinst der 46-Jährige.

Eigentlich wollte er nur zwei Wochen mit der Familie bei seinen Eltern in Oviedo verbringen. Doch auf einmal kehrte del Cueto als Europameister aus Asturien zurück. "Ich habe mitbekommen, wie sich die ganze Euphorie entwickelt hat. Vor dem Italien-Match hat keiner großartig an die Mannschaft geglaubt, danach ging es so richtig los", kann der Coach den ersten Titelgewinn seit 44 Jahren noch gar nicht richtig realisieren.

Dabei steht nun schon wieder die neue Saison vor der Tür. Am Montag, 14. Juli, scharrt del Cueto seine Mannen erstmals um sich. Alles mit einem Ziel: "Wir freuen uns, die Großen zu ärgern, wir wollen auch mal Schalke schlagen. Aber es ist klar, dass es von Anfang an nur um den Klassenerhalt geht." Das Unternehmen wird vorläufig mit einem 23 Mann-Kader angegangen. Nur noch ein dritter Torwart wird gesucht, nachdem sich die Verhandlungen mit Schalkes Keeper Marcel Jäger zerschlagen hatten. Der Trainer: "Wir lassen nicht mit uns pokern."

Ansonsten ist man mit den Planungen durch. "Eine große Auswahl ist wichtig", betont der Linien-Chef. Und er weiß auch schon, wie er die Reservisten bei Laune halten kann: "Da wir keine U18 haben, werden wir alle zwei Wochen Testspiele absolvieren. Aber nicht gegen irgendwelche Teams, sondern gegen hochkarätige Gegner."

Auf die wird man auch im Oberhaus treffen. "Wir sind gespannt auf die neue Klasse, haben eine gute Mischung aus Alt- und Jungjahrgängen. Aber wir wissen auch, was im letzten Jahr geschehen ist", betont del Cueto. Damals stiegen die drei Aufsteiger Preußen Münster, Fortuna Düsseldorf und VfL Leverkusen direkt wieder ab. Ein Manko der damaligen Neulinge war die Unerfahrenheit in der Beletage des Nachwuchsfußballs. Und auch die Bergischen haben gerade mal einen Akteur in ihren Reihen, der bereits in der U19-Bundesliga kickte: Davide Leikauf, der von Bayer Leverkusen kommt. "Er ist ein Wuppertaler. Wir mussten lange kämpfen, um ihn zu überzeugen. Aber es hat sich gelohnt", bemerkt del Cueto.

Wohl wissend, dass der Youngster bei guten Leistungen auch ein Kandidat für höhere Aufgaben sein könnte: "Ferhat Uelker hat jetzt einen Vertrag für die erste Mannschaft bekommen, vor zwei Jahren hat er noch bei mir in der Jugend gekickt. An solchen Beispielen sehen die Jungs, dass sich Leistung auszahlt." Das gilt auch fürs Umfeld: Als Dankeschön für den Aufstieg erhalten die Talente einen nagelneuen Kunstrasen.

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