Josep Guardiola von Brescia Calcio ist als erster Fußballer in Italien wegen Dopings zu einer Haftstrafe von sieben Monaten verurteilt worden. Der spanische Ex-Nationalspieler muss außerdem 9.000 Euro Strafe zahlen. Das berichteten italienische Medien am Donnerstag. Es handelt sich um die erste Haftstrafe, die die italienische Justiz gegen einen Fußball-Profi seit dem Inkrafttreten des neuen Antidoping-Gesetzes im Jahr 2001 verhängt.
Beim 34 Jahre alten Spanier waren bei Proben nach Serie-A-Partien am 21. Oktober und 4. November 2001 Spuren von Nandrolon nachgewiesen worden. Der ehemalige Kapitän des FC Barcelona beteuerte in der Folge stets seine Unschuld und kündigte an, seine Karriere beenden zu wollen, sollten sich die Anschuldigungen nicht als haltlos herausstellen.
Guardiola war zuvor schon von der Disziplinarkommission des italienischen Fußball-Verbandes (Figc) mit einer Sperre von vier Monaten belegt worden.