Mit nur drei Punkten aus bislang zehn Spielen steht der FC Schalke 04 aktuell auf dem letzten Tabellenplatz in der Bundesliga. Sportlich läuft es einfach nicht für die Knappen und auch im Verein sowie im Umfeld wird es momentan immer mal wieder laut. Der ehemalige S04-Profi Claus-Dieter „Pele“ Wollitz sieht ein strukturelles Problem beim Malocher-Klub. „Man kann nicht nur sagen: Die Spieler sind die Verkehrten. Das ganze Konstrukt stimmt nicht. Es fehlen auf allen Ebenen Typen, die sich hundertprozentig mit dem Verein identifizieren“, sagte der 55-Jährige im Interview mit der „Bild“.
Wollitz über die sportliche Talfahrt der Schalker: „Wenn die Krise über einen so langen Zeitraum anhält, geht alles drunter und drüber. Du darfst als Spieler nicht weglaufen. Aktuell habe ich das Gefühl: Auf Schalke gibt es nur noch den Hinterausgang. Alle sind auf der Flucht. Gerade bei einem Traditionsverein wie Schalke brauchst du Typen, an denen sich die anderen Spieler aufrichten und anlehnen können, die wachrütteln.“
Wollitz machte sich nach Schalke-Abstieg „schwere Vorwürfe“
Mit dem FC Schalke stieg Wollitz in der Saison 1987/88 in die zweite Liga ab. Seine Gefühlswelt damals beschreibt er noch heute als „dramatisch“. „Wenn du einen solchen Traditionsverein sportlich mit in den Ruin treibst, dann machst du dir schwere Vorwürfe“, bekennte Wollitz und ergänzte: „Ein schlechtes Gewissen hatte ich noch jahrelang nach dem Abstieg. Zum Beispiel immer wenn ich später mit Osnabrück gegen Schalke gespielt habe, hatte ich ein flaues Gefühl im Magen. Das schlechte Gewissen ließ erst etwas nach, als ich im neuen Jahrtausend in der Arena saß und zusah, wie S04 in der Champions League spielte.“
Claus-Dieter Wollitz spielte insgesamt ein Jahr lang beim FC Schalke 04 – in der Abstiegssaison 1987/88. Im Trikot der Knappen absolvierte er 30 Pflichtspiele und erzielte dabei drei Tore (eine Vorlage).
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