Die Pläne für seine konkrete Vertragsverlängerung liegen vorerst wegen der Corona-Krise und der derzeit unkalkulierbaren finanziellen Auswirkungen für den S04 auf Eis. Zu einem möglichen weiteren Engagement bei den Königsblauen hat sich der 29-Jährige im Interview mit S04-TV zwar auch nicht direkt geäußert. Aber sein Ziel sei es, wieder in der gefüllten Arena zu spielen, sagte der Franzose.
Ein Hoffnungsschimmer für alle Schalke-Fans, die Stambouli gerne auch nach seinem Vertragsende am 30. Juni 2020 weiter in Königsblau spielen sehen möchten. Denn der stets reflektierte Defensivspezialist dürfte wissen, dass er in dieser Saison damit realistisch nicht mehr rechnen kann.
Derzeit nutze er die Zeit, um sich nach seiner Verletzung, die er sich beim Derby-Hinspiel im Oktober am Fußwurzelknochen des rechten Fußes zugezogen hat, wieder fit zu machen. „Ich bin gesund und ich arbeite hart daran, wieder zurück zu kommen“, erklärte Stambouli gegenüber dem Vereinssender.
Schake-Spieler Benjamin Stambouli geht es viel besser nach seiner Verletzung
„Ich hatte eine komplizierte Verletzung. Als ich mich verletzt hatte, habe ich erwartet, dass es nur sechs Wochen dauert. Und dann wurde es länger und länger“, musste der Verteidiger viel Geduld aufbringen. „Aber niemand kann entscheiden, wie der Körper reagiert. Jetzt ist es viel besser. Die letzten Bilder waren sehr gut. Ich kann nicht über einen Zeitpunkt sprechen, aber ich hoffe, dass ich dabei bin, wenn es weiter geht“, machte Stambouli klar.
Derzeit sei er neben dem Training natürlich auch viel zuhause. Die zweite Trainingseinheit absolviere er in den eigenen vier Wänden auf dem Rad. Natürlich vermisse er seine Familie, die sonst oft zu Besuch sei, nun aber in Frankreich ohnehin von einer umfassenden Ausgangssperre betroffen sei. Aber es gehe ihr gut, dass sei das Wichtigste. Auch das gewohnte alltägliche Training vermisse er. „Ich vermisse diese Zeit, in der wir zusammen stehen. Das ist unser Leben.“
Dann erklärte er auch nochmal, wie der Gehaltsverzicht der S04-Profis zustande gekommen sei. Das sei völlig normal gewesen. „Wir wissen, dass es eine schlimme Situation werden kann, weil es kein Spiel gibt und kein TV-Geld kommt“, verdeutlichte Stambouli. „Wir sind ein großer Verein mit 600 Mitarbeitern. Deshalb haben wir um einen Termin beim Vorstand gebeten, um zu sagen, dass wir helfen möchten.“
Und dann zeigte er, warum er Schalke wirklich verstanden hat: „Die Tradition von Schalke ist Solidarität. Das war vor uns so und das wird auch nach uns so sein." Und dann war da noch der Satz, der allen Schalkern Zuversicht macht, dass sie ihren „Benji“ auch nochmal bei einem Heimspiel auf dem Platz sehen werden.