Breitenreiter kennt den aktuellen S04-Torwart Nübel wohl so gut, wie kaum ein Trainer. Der 46-Jährige trainierte den Torhüter beim SC Paderborn und lotste ihn später zum FC Schalke. In einem Interview bei "Sport1" äußerte sich Breitenreiter, von 2015 bis 2016 Trainer der Knappen, über Nübels Wechsel zum FC Bayern München.
"An seiner Stelle wäre ich auf Schalke geblieben. Schalke ist ein großer Klub mit fantastischen Fans, bei dem er als Nummer 1 hätte weiter reifen können. Er ist in einem Alter, in dem er spielen muss", sagte Breitenreiter dem Portal. Bei Bayern steht Manuel Neuer im Tor - fraglich ist, wie viele Spielanteile Nübel beim Rekordmeister bekommt.
Doch den Wechsel könne man aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Die Münchner haben ein Top-Talent ablösefrei bekommen. Hinter Welttorhüter Neuer könnte sich Nübel vielleicht noch einmal weiterentwickeln, glaubt Breitenreiter.
Sané würde nach München passen
Zudem scheint der FC Bayern an Leroy Sané interessiert zu sein. Der spielt derzeit bei Manchester City. Auch ihn kennt Breitenreiter noch von Schalke 04. Den Bayern würde er zu einem Wechsel wohl beglückwünschen. "Wenn man die Möglichkeit hat, Leroy Sané zu verpflichten, dann muss das für jeden Verein ein Thema sein. Er hat einfach herausragende Qualitäten in puncto Technik, Geschwindigkeit und Torabschluss. Er kann den Unterschied ausmachen, kann Spiele durch eine Einzelaktion entscheiden", so Breitenreiter gegenüber "Sport1".
Er selbst ist seit einem Jahr und drei Monaten vereinslos. Nach seiner Zeit auf Schalke trainierte er Hannover 96, wurde bei den Niedersachsen jedoch entlassen. Sorgen, dass er eine lange Zeit auf den nächsten Trainerjob warten könnte, hat er keine - trotz Corona.
Fußball steht bei Breitenreiter nicht im Vordergrund
"Ich bin seit 2013 Trainer im Profi-Bereich und habe auf meinen bisherigen Stationen schöne Erfahrungen gesammelt und einige Erfolge eingefahren, die ich mein Leben lang nicht vergessen werde. Ich habe Geduld und möchte für mich die richtige Entscheidung treffen, wenn es soweit ist", so Breitenreiter. Nach dem Aus bei Hannover habe es auch Anfragen gegeben.
Für den Trainer spielt Fußball derzeit ohnehin kaum eine Rolle. Die Zeit mit seiner Familie genieße während dieser "Ausnahmesituation" oberste Priorität. Breitenreiter: "Die Situation zeigt uns, dass Gesundheit über allem steht."