Lange Zeit sah es nicht danach aus, dass der 1. FC Saarbrücken dem MSV Duisburg noch mal gefährlich werden könnte. Mit 3:0 lagen die Zebras nach den Treffern von Caspar Jander (10.), Benjamin Girth (22.) und Joshua Bitter (71.) souverän in Führung. Adriano Grimaldi und Kasim Rabihic brachten die Hausherren in der Schlussphase zurück, doch die Aufholjagd des Aufstiegsanwärters kam zu spät.
„Es ist nichts Außergewöhnliches, wenn man in Saarbrücken nach einer Unaufmerksamkeit auch mal ein Gegentor kassiert. Das 3:2 muss nicht sein. Das war ein klarer Fehler beim Herausspielen von Sebastian Mai. Der sollte ihm in Zukunft nicht passieren“, klagte Torsten Ziegner, der am Mikrofon von Magenta Sport statt über die wackligen letzten Minuten aber viel lieber über den gesamten überzeugenden Auftritt seiner Mannschaft sprechen wollte.
„Wir haben ein überragendes Auswärtsspiel gemacht und hochverdient gewonnen“, sagte Ziegner weiter. Die Offensivarbeit in der Winterpause hat sich somit schon im ersten Spiel der Drittligarestrunde ausgezahlt.
Am Samstag war es auch die brutale Effektivität, die den MSV am Ende als Sieger vom Platz gehen ließ. „Wenn man ein frühes Tor macht, ist es logisch, dass man nicht weiter mit Mann und Maus nach vorne spielt und dem Gegner weitere Räume bietet“, analysierte der Trainer.
Erleichterung und Jubel im MSV-Lager waren nach Abpfiff riesengroß. „Oh, wie ist das schön“, sangen die 1200 mitgereisten Zebra-Fans. Dennoch wird auch in Zukunft die defensive Ausrichtung bestehen bleiben. „Das ist unsere Basis, hinten ordentlich zu stehen. Darüber hinaus wollen wir Staffelungen schaffen und uns mehr qualitative Torchancen herausspielen. Das ist uns gelungen“, lobte Ziegner.
Einziger Wermutstropfen am Wochenende war die Verletzung von Vincent Müller. Der Duisburger Rückhalt verletzte sich schon in der ersten Halbzeit an der Schulter. Ziegner konnte nach Abpfiff noch keine Schnelldiagnose liefern. „Die Jungs wissen genau, dass sie der Mannschaft keine Hilfe leisten, wenn sie nicht zu 100 Prozent fit sind. Er hat angezeigt, dass er nicht weitermachen kann. Genau dafür haben wir Lukas Raeder, der seine Sache nach seiner Einwechslung herausragend gemacht hat.“ Eine Parade im Stile eines Handballtorwarts verhinderte in der hitzigen Schlussphase noch Schlimmeres.