In den kommenden zwei Drittliga-Begegnungen müssen die Torhüter der MSV Duisburg ohne die Unterstützung ihres Positionscoaches Sven Beuckert auskommen. Er wurde beim 3:2-Heimsieg der Zebras gegen die Reserve des FC Bayern München am vergangenen Sonntag vom Schiedsrichter [article=462612]auf die Tribüne verwiesen[/article].
Nun hat der DFB bekanntgegeben, dass Beuckert für die letzten beiden Partien in diesem Jahr - am Sonntag trifft der MSV auf die SpVgg Unterhaching, am Samstag darauf gastieren die Duisburger beim SG Sonnenhof Großaspach - gesperrt wurde. Er darf ab 30 Minuten vor dem Anpfiff bis 30 Minuten nach Spielende keinen Kontakt zur Mannschaft haben. Zudem ist ihm in diesem Zeitraum der Zutritt zur Kabine und zum Innenraum untersagt.
Cheftrainer Lieberknecht hat eine weiße Weste
Der 45-Jährige ist seit 2011 für das Torwartcoaching bei den Meiderichern verantwortlich. Auslöser für seinen Platzverweis am vergangenen Sonntag war ein rauer Zweikampf zwischen Duisburgs Leroy-Jacques Mickels und dem Münchener Chris Richards an der Seitenlinie. Mickels rutschte daraufhin über den Asphalt und landete unsanft vor der MSV-Bank.
Anschließend hatte Beuckert gestenreich protestiert und den Ball weggeschossen. „Es war der Nachweis dafür, dass man als Torhüter die Bälle besser mit der Hand zu spielen sollte, als mit dem Fuß. Wir machen jetzt Witze darüber, wissen aber alle, dass es nicht in Ordnung war", meinte Cheftrainer Torsten Lieberknecht nach an der Partie zu der Aktion, die er als "Übersprungshandlung" seines Kollegen bezeichnete.
"Viele hatten ja schon gemutmaßt, dass ich irgendwann mit Rot hoch muss. Und ich bin in dieser Saison noch ohne Gelbe Karte", scherzte der für seine emotionale Art bekannte Lieberknecht.