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Ba zaubert, Karius überragt - knapper Sieg gegen Preußen Münster

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Der Held des Tages auf Seiten der Schalker: Loris Karius
Der Held des Tages auf Seiten der Schalker: Loris Karius Foto: dpa
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Mit viel Glück besiegte Schalke Preußen Münster mit 1:0. Der beste Mann stand im Tor: Debütant Loris Karius.

Nur noch wenige Minuten waren zu spielen, nach einem ganz schwachen Spiel hatten sich die Fans des FC Schalke 04 im Zweitliga-Kellerduell gegen Preußen Münster auf ein 0:0 und ein Pfeifkonzert eingestellt, als Pape Meissa Ba zu einem Solo ansetzte und das Siegtor zum 1:0 (0:0) erzielte (87.).

Der Held des Tages war aber ein anderer. Einer, von dem niemand wusste, was er noch draufhat: Torwart Loris Karius schaffte im ersten Spiel das, was Vorgänger Justin Heekeren in 21 Partien nicht gelungen war. Er rettete den Sieg.

Trotz der großen Bedeutung des Spiels hatte Schalke-Trainer Kees van Wonderen darauf verzichtet, einen Stürmer aufzustellen. Die Top-Torjäger Moussa Sylla (Muskelfaserriss) und Kenan Karaman (krank) fehlten, Winter-Zugang Ba saß nur auf der Bank.

Schalke: Karius - Bulut, Kalas, Kamiński, Murkin - Seguin (78. Remmert), Bachmann - Aydin (89. Gantenbein), Barkok, Antwi-Adjei (67. Donkor) - Younes (67. Ba). - Trainer: Van Wonderen

Münster: Schenk - ter Horst (46. Frenkert), Scherder, Koulis, Kirkeskov - Bazzoli, Hendrix (77. Fridjónsson) - Pick (77. Amenyido), Kinsombi, Lorenz - Mees. - Trainer: Hildmann

Schiedsrichter: Deniz Aytekin (Oberasbach)

Tor: 1:0 Ba (86.)

Gelbe Karten: Barkok - ter Horst

Zuschauer: 62.077

Es ging van Wonderen eine Woche nach den beiden Blitz-Gegentoren in Darmstadt (0:2) darum, ohne Gegentor zu bleiben und den kopfballstarken Preußen nicht die Lufthoheit zu überlassen.

Schwache Schalker Leistung

Da auch der Aufsteiger nicht am Spiel teilnehmen und nur reagieren wollte, entwickelte sich vor 62.077 Zuschauern eine zähe erste Halbzeit, die vor allem aus Schalker Sicht wenig mit Profifußball zu tun hatte. Der beste Spieler war schon in der Anfangsphase derjenige, der sein Debüt feierte.

In der 15. Minute tauchte Preußen-Stürmer Joshua Mees allein vor ihm auf, doch Karius blieb im direkten Duell nervenstark und parierte. Das war die einzige große Chance in der ersten Hälfte, die Schalker brachten nur fünf Torschüsse zustande, wovon nur der von Mehmet Can Aydin (23.) aufs Tor flog. Das war eine schwache Schalker Leistung, die beim Pausenpfiff von Schiedsrichter Deniz Aytekin für einige Pfiffe sorgte.

Nach der Pause spielten die Schalker in Richtung Nordkurve, was zu einer deutlich offensiveren Spielweise führte. Aber auch wenn sich die Königsblauen in den ersten 20 Minuten fünf Ecken erarbeiten, minutenlange Dauerpräsenz im Preußen-Strafraum hatten: Nur ein Aydin-Schüsschen an den Außenpfosten (63.) sprang dabei heraus. Die S04-Fans wurden immer ungeduldiger.

Der wackere Aufsteiger witterte nun sogar seine große Überraschungs-Chance und hatte auch in der zweiten Hälfte eine riesengroße Chance. In der 69. Minute säbelte Schalke-Profi Aymen Barkok über den Ball, Mikkel Kirkeskov schoss den Ball gegen den Innenpfosten - Glück für Schalke, Glück für Karius. Der Torwart musste sich eine Minute später bei einem Fallrückzieher von David Kinsombi strecken. Er wehrte den Ball ab.

Alles schien auf ein 0:0 hinauszulaufen, was für S04 glücklich gewesen wäre. Doch dann zauberte erst Ba, kurze Zeit später rettete Karius mit Superparaden gegen Simon Schreuder und Aron Fridjonsson den Sieg. Die Fans hatten ihren Helden gefunden. Sie riefen „Ka-ri-us, Ka-ri-us“.

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