Natürlich werden die meisten Bundesliga-Fans denken, wenn Bayer Leverkusen auf den VfL Bochum trifft, dass da für den amtierenden Deutschen Meister eigentlich nichts anbrennen kann und dieser am Freitag (28. März, 20.30 Uhr) gegen 22.20 Uhr nur noch drei Punkte hinter dem FC Bayern München stehen wird.
Doch die Betonung liegt auf dem Wörtchen "eigentlich". Denn seit dem sensationellen 3:2-Sieg der Bochumer beim FC Bayern München - und das nach einem 0:2-Rückstand (!) - ist dem VfL wohl alles zuzutrauen.
"Wir sind ähnlich wie gegen die Bayern vor zwei Wochen auch gegen Leverkusen krasser Außenseiter. Wir wollen aber die kleine Chance, die wir haben, wieder nutzen", betonte Philipp Hofmann vor dem Gang in die BayArena gegenüber RevierSport.
Der 31-Jährige weiß natürlich auch, dass die Spiele immer weniger werden. Der VfL liegt mit 20 Punkten auf Relegationsrang 16. Fünf Zähler beträgt der Rückstand auf Platz 15, den der FC St. Pauli innehat, und einen Punkt vor Rang 17, den der 1. FC Heidenheim belegt sowie drei Zähler vor Schlusslicht KSV Holstein Kiel.
"Jedes Spiel ist jetzt ein Endspiel. Jetzt geht es in den letzten acht Spielen in die Crunchtime. Wir fahren voller Vorfreude nach Leverkusen und wollen ordentlich verteidigen. Das wird wichtig sein, um etwas Zählbares mitzunehmen", sagt VfL-Angreifer Hofmann.
0:4, 0:2, 0:1, 1:2: In den letzten Jahren war für den VfL Bochum bei Bayer Leverkusen nichts zu holen. Der letzte Punktgewinn (1:1) datiert vom 8. März 2009. Den letzten Bochumer Sieg im Rheinland gab es vor rund 18 Jahren am 9. April 2007. Und, trotzdem: Hofmann und Co. zeigen Respekt vor dem amtierenden deutschen Titelträger, wollen aber etwas mitnehmen.
Hofmann: "Die Leverkusener verfügen über eine Riesen-Stärke, auch wenn Florian Wirtz natürlich fehlt. Aber Bayer hat so viele gute Spieler auf der Bank, die den Ausfall kompensieren können. Wir haben Respekt, aber keine Angst." mit gp