"Das ist für alle Seiten die beste Lösung, um Klarheit zu schaffen. So ein Eiertanz darf nicht wieder vorkommen", sagte Werder-Sportdirektor Klaus Allofs am Dienstag. Zuvor hatten die Bremer Verantwortlichen Diego in einem 90-minütigen Gespräch nicht von dessem Plänen auf eine Teilnahme an den Sommerspielen in Peking abbringen können. Der Südamerikaner reiste nach der Unterredung ohne Erlaubnis des Vereins zum Treffpunkt der Selecao nach Paris. Sowohl Diego als auch Werder gaben allerdings an, dass sie sich dem CAS-Schiedsspruch unterwerfen werden.
Während der Spieler im Falle seines Fehlens in Peking um seine Nationalmannschafts-Karriere fürchtet, sieht Werder nach Rücksprache mit DFB und DFL keine Abstellungspflicht, da das olympische Turnier im Rahmenterminkalender der FIFA fehlt. Der Fußball-Weltverband hat sich bisher nicht eindeutig zu der Problematik geäußert. Im Falle seiner Olympia-Teilnahme würde Diego den Bremern in der ersten DFB-Pokalrunde beim Oberligisten Eintracht Nordhorn sowie den Ligaspielen bei Arminia Bielefeld und gegen Schalke 04 fehlen.