Die Ziele zur 29. Stadtmeisterschaft in Essen waren aufseiten von Al-Arz Libanon klar formuliert. Insbesondere nach dem souveränen Erreichen der Zwischenrunde sollte die Endrunde anvisiert werden. Der 11. Januar dämpfte die Ambitionen des A-Ligisten jedoch in gewaltiger Manier. Der Liveticker zum Nachlesen.
Trainer Ayhan Kirlangic machte bereits Ende Dezember mit einer Kampfansage in Richtung der Spielvereinigung Steele auf sich aufmerksam. "Es geht darum, Platz eins in der Qualifikationsgruppe zu belegen und dann in die Gruppe mit Steele 03/09 zu kommen. Denn Steele ist für mich kein Landesligist. Das wäre in der Zwischenrunde das leichteste Los und der Weg in die Endrunde wäre geebnet."
Teil 1 dieses Vorhabens wurde gemeistert, doch ausgerechnet Steele verpasste Al-Arz in der Zwischenrunde eine Lehrstunde. Mit 6:2 siegte der Landesligist und besiegelte das Turnier-Aus von Kirlangic und Co. "Wir wollten in dieser, durch die Lose von Katernberg und Frohnhausen, schweren Gruppe weiterkommen. Im dritten Spiel war dann die Luft leider ein wenig raus. Steele hat das dann gut gemacht, uns ausgekontert und dadurch sind wir völlig verdient aus dem Turnier geflogen. Da muss ich ehrlich sagen, dass meine Ansage nach hinten losgegangen ist", gab Ayhan Kirlangic im Nachgang zu.
Für Al-Arz geht es nun darum, "cleverer und reifer zu werden, um es im nächsten Jahr besser zu machen". Der Kopf im Lager der "Zedern" wird nun wieder in Richtung des alltäglichen Ligageschäfts gehoben. Kirlangic und sein Team haben bis zum Start der Rückrunde noch einiges an Arbeit vor sich. Am 9. März gastiert der aktuell Siebtplatzierte der Kreisliga A bei der SG Essen-Schönebeck II.
Nachdem das vor der Saison ausgerufene Ziel, Rot-Weiss Essen II im Aufstiegskampf ein heißes Duell zu liefern, schon im Winter mehr oder minder zu den Akten gelegt werden musste, formulierte der Cheftrainer für die Restrunde indessen ein neues Ziel: "Wir wollen eine bessere Rückrunde als die Hinrunde spielen. Das ist unsere klare Marschroute. Im besten Fall geht der Weg dann unter die ersten Drei - ein Ziel, welches durchaus realistisch ist."
Der 46-Jährige will in Zukunft allerdings nicht "nur" um einen Platz unter den Top-Dreien kämpfen. "Im neuen Jahr wird die Mannschaft viel weiter und besser sein. Das Ziel ist, auch deswegen habe ich verlängert, nur noch der Aufstieg. Ansonsten wäre ich nicht geblieben."